"Wir haben wirklich etwas zu berichten." Mit diesen Worten eröffnete Bürgermeister Daniel Fluhrer am Dienstag ein Pressegespräch zur Bilanz der städtischen Wohnbaugesellschaft "Volkswohnung" (VoWo) für das Jahr 2023. Das Geschäftsklima im Wohnungsbau allgemein, und auch nach Befragungen der Karlsruher Förderbank L-Bank, werde "weiter als sehr schlecht und pessimistisch angesehen". Ganz im Gegensatz dazu stehe die städtische VoWo vor großen Herausforderungen – und sei, entgegen dem bundesweiten Trend "enorm erfolgreich".
Fluhrer untermauerte das mit Zahlen: In den vergangenen vier Jahren hätten sich die Investitionen der Karlsruher Wohnbaugesellschaft nahezu verdoppelt, von rund 64 Millionen Euro noch im Jahr 2020 auf in diesem Jahr, 2024, nunmehr 124 Millionen Euro. Zwar seien, so schränkte VoWo-Geschäftsführer Stefan Storz ein, etwa 30 Prozent der bilanzierten Summen auf die allgemeinen Baupreissteigerungen zurückzuführen, bei Preissteigerungen im Bausektor, die seit 2020 insgesamt auf etwa 220 Prozent taxiert werden. Doch Fluhrer wie auch Storz sind sich einig: "Wir haben einen Peak wie seit vielen Jahren nicht mehr."