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Bäder möglichst offenhalten

Bericht präsentiert / Beschluss zu Neufestsetzung der Eintrittspreise vertagt

Vorbereitungen zur Freibadsaison / Öffnung Über eine temporärer Schließung des Rheinstrandbads Rappenwört muss noch entschieden werden. © Stadt Karlsruhe, Sabine Steffler

Wie gewohnt begann die ­Sitzung mit der Frage „Wie lief die Saison in den Bädern?“, doch danach musste sich der Bäderausschuss einem deutlich ernsteren Thema widmen: Den Einsparmaßnahmen, die Badegäste und Verwaltung gleichermaßen vor Herausforderungen stellen.

Seinen Bericht eröffnete der Geschäftsführer der Bäderbetriebe mit einer Bilanz der vergangenen Freibadsaison. Die Gesamtzahl der Besucher ging im Vergleich zum Vorjahr um rund sieben Prozent zurück – ein Trend, der sich deutschlandweit zeige, so Oliver Sternagel. Eine Reihe von Aktionen fand großen Anklang, darunter das „Einhornspringen“, der „Wettrutsch-Cup“ und zwei Lesungen des Kinderbuchs „Nachts im Schwimmbad“, inspiriert durch die planschenden Wildschweine im Rheinstrandbad. Für ihn persönlich sei das Hundeschwimmen einer der schönsten Termine im Jahr, erklärte Sternagel mit einem Augenzwinkern, da er dabei nur zufriedene Gäste erlebe. Er berichtete auch vom Relaunch des Webauftritts der Bäder, so wurde zuletzt die Internetseite der Therme Vierordtbad benutzerfreundlicher und barrierefrei gestaltet. Ähnliches folgt bis Ende des Jahres auch auf der Webseite des Fächerbads sowie auf ka-camping.de. Zum Thema Personal teilte Sternagel mit, dass zwei neue Auszubildende in den Bädern tätig sind. Die Rekrutierung von Fachkräften sei nach wie vor herausfordernd.

Preiserhöhung diskutiert

Der zweite Tagesordnungspunkt der Sitzung befasste sich mit der Haushaltssicherung in den Bädern. Bürgermeisterin Yvette Melchien erklärte, dass zunächst zwei Maßnahmen im Raum gestanden hatten – die Schließung des Rheinstrandbads für zwei Jahre oder eine Erhöhung der Eintrittspreise. Da die bisherigen Einsparungen nicht ausreichten, müssten nun beide Optionen kombiniert werden. Jedoch kündigte die Dezernentin im Einvernehmen mit Bäderchef Sternagel an, dass man weiterhin nach Lösungen suche, etwa die Einbindung eines Fördervereins oder von Investoren. Über die Schließung und Veränderung der ­Eintrittspreise entscheidet nun der Gemeinderat.

Dieser Artikel erschien in der StadtZeitung Nr. 43 am 24. Oktober 2025.

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