Käuflein informierte, dass die Nummer nach dem Vorbild „311“ aus New York City entstanden sei. Im Jahr 2011 ging die 115 in den Regelbetrieb, mittlerweile seien 500 Kommunen, alle Bundesländer und die gesamte Bundesverwaltung über die 115 zu erreichen. Seither kann das Servicecenter von Stadt- und Landkreis Karlsruhe von etwa 765.000 Bürgerinnen und Bürgern erreicht werden und bietet darüber hinaus Basisauskünfte für das Land Baden-Württemberg und in Randzeiten vereinzelt für andere Kommunen.
„Es gibt keine Frage, die nicht gestellt wird“, ergänzte Maximilian Lipp, Leiter des Ordnungs- und Bürgeramts. Die meisten Anrufe beträfen die Bereiche Bürgerbüro, Standesamt, Zulassungs- und Führerscheinstelle, Ausländerbehörde sowie Sauberkeit im öffentlichen Bereich. Informationen zu Top-Themen sowie Standardinformationen können über das Sprachdialogsystem rund um die Uhr erfragt werden. Zusätzlich können Behördentermine mittlerweile auch per Videotelefonie erledigt werden, ließ Lipp wissen. Geplant ist zudem Bürgerinnen und Bürger bei digitalen Behördenprozessen zu begleiten und unterstützen.
Vor knapp vier Jahren habe es noch viele Beschwerden gegeben - die vergangenen zwei Jahre so gut wie keine mehr, erinnerte Lipp. Er lobte alle Mitarbeitenden, die in den vergangenen Jahren das Angebot so stark verbessert hätten, dass man mittlerweile eine herausragende Position bei der 115 habe. Deutschlandweit habe Karlsruhe eine Vorreiterrolle bei der Entwicklung der 115, ist mit Köln und Ludwigshafen im Lenkungskreis des 115-Verbunds und weiteren Gremien vertreten, erklärte er. „Darauf können wir stolz sein und dies feiern!“, so Lipp.
Auch aus 133-0 wurde 115
Zeitlich nahm die Stadtverwaltung den Geburtstag der 115 zum Anlass, die Nummer der Rathauszentrale, die 133-0, zur Behördennummer 115 umzuziehen. Unter 0049 721 115 sind Stadt- und Landkreis Karlsruhe zudem von überall auf der Welt erreichbar. -has-