Ab dem Frühjahr mähen viele Bürgerinnen und Bürger wieder regelmäßig ihren Rasen. Ziel ist ein gleichmäßiges und gepflegtes Grün. Hierbei kommen sehr oft Rasenmähroboter zum Einsatz. Mähroboter, die nachts in Betrieb sind, stellen eine erhebliche Gefahr für nachtaktive Kleintiere, insbesondere für den Igel, dar. Diese Tiere nehmen die sich langsam bewegenden Mähroboter nicht als Bedrohung wahr und werden bei einer Kollision häufig schwer verletzt oder sogar getötet. Igel sind eine geschützte Art und spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem. Ihr Bestand ist in den letzten Jahren stark zurückgegangen, unter anderem aufgrund der Gefahren in menschlichen Siedlungsgebieten.
Eine nächtliche Außerbetriebnahme von Mährobotern ist eine einfache und effektive Maßnahme, um unnötige Verletzungen und Tötungen von Igeln und anderen nachtaktiven Kleintieren wie Amphibien zu verhindern. Das Aussetzen des Mähroboter kann sich dabei an den Hauptaktivitätszeiten des Igels orientieren. Diese sind die Dämmerungs- und Nachtzeit in der Zeit von einer halben Stunde vor Sonnenuntergang bis eine halbe Stunde nach Sonnenaufgang in den Monate März bis November.
Als Kulturfolger finden Igel in Grün- und Parkanlagen sowie auf Friedhöfen geeignete Ersatzlebensräume, so dass die Bestände in den städtischen Bereichen zum Teil die in der freien Landschaft übertreffen. Insbesondere Städte mit großen innerstädtischen Grünflächen wie Karlsruhe stellen daher ein wichtiges Refugium für diese Art dar und tragen somit eine besondere Verantwortung für ihren Schutz.
Der Umwelt und Artenschutz der Stadt Karlsruhe informiert auf seiner Homepage über weitere einfache Mittel zum Erhalt der biologischen Vielfalt vor der eigenen Haustür. Außerdem berät der städtische Umwelt- und Arbeitsschutz auch gerne per E-Mail.