Die Wirtschaftsförderung Karlsruhe unterstützt die Initiative CO2-Challenge des CyberForum e.V. finanziell mit 5.000 Euro sowie personellen Kapazitäten mit dem Ziel, fachlichen Input zu geben und die Vernetzung der Unternehmen zu erleichtern.
„Mit der CO2-Challenge des CyberForums haben die teilnehmenden Unternehmen die Möglichkeit, ihr Wissen über CO2-Einsparmaßnahmen in ihrem Unternehmen und ihrer Software zu erweitern und auszubauen. Da es bislang keine vergleichbare Initiative gibt, ist die CO2-Challenge eine tolle Gelegenheit, Digitalunternehmen auf dem Weg zum klimaneutralen Unternehmen zu unterstützen, und damit natürlich auch den IT-Standort Karlsruhe“, so Erste Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz.
„Zudem ist es eine hervorragende Möglichkeit für uns, die Wirtschaftsförderung als Partnerin für nachhaltige Entwicklungsziele, Klimaschutz und Circular Economy zu positionieren. Wir hoffen, mit vielen Unternehmen in Kontakt zu kommen und diese für Green Transformation in Richtung Ressourcenschonung und CO2-Einsparungen zu begeistern“, informiert Sandra Mähliß, Klimaschutzmanagerin bei der Wirtschaftsförderung Karlsruhe. Die Wirtschaftsförderung arbeitet schon heute eng mit der Klimaallianz Karlsruhe der Stadt Karlsruhe zusammen.
CO2-Fußabdruck digitaler Produkte reduzieren
Die Verlagerung vieler unternehmerischer Tätigkeiten ins Digitale senkt die Kosten für Rohstoffe, Transport, Lagerung, Energie und vieles mehr. Wer E-Mails statt Briefe schickt, braucht weder Papier noch Postboten. Aber das Erzeugen, Versenden und Speichern der Mail benötigt ebenfalls wertvolle Ressourcen – nämlich vor allem Energie für Rechnerleistungen. Und deshalb ist die IT- und Softwarebranche für circa vier Prozent der globalen CO2-Emissionen verantwortlich – und das mit steigender Tendenz.
Um diesem Trend entgegenzuwirken, hat das Hightech.Unternehmer.Netzwerk CyberForum e. V. eine Initiative ins Leben gerufen, den CO2-Fußabdruck der digitalen Produkte der teilnehmenden Unternehmen unter dem Motto „Decarbonize your Software“ innerhalb eines Jahres um 40 Prozent zu reduzieren. Angesprochen sind Hersteller von Software Produkten und Lösungen, Unternehmen mit einem hohen Softwareanteil in der Wertschöpfung, wie beispielsweise Banken, Versicherungen, Handel, Agenturen, Softwaredienstleister sowie Infrastrukturbetreiber.
Unternehmen leisten damit einen aktiven Beitrag zur Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels. Die Challenge ist kein Wettbewerb, sondern soll als Initiative zu Kooperation, Wissensaustausch und gegenseitiger Unterstützung der beteiligten Unternehmen und Akteure bei der Erreichung der Klimaschutzziele anregen.
Namhafte Unternehmen wie die EnBW, Telemaxx, Teamviewer haben bereits ihre Teilnahme zugesagt. Diese und weitere teilnehmende Unternehmen werden auf ihrem Weg zum nachhaltigen Wirtschaften und Klimaneutralität mit kostenfreien Beratungs- und Mentoring Angebot der Initiative unterstützt.
Mitinitiator der CO2-Challenge und bluehands Geschäftsführer Aydin Mir Mohammadi erläutert: “Viele Unternehmen sehen zwar das Problem, wissen aber nicht, wie sie es angehen können. Dabei geht es um Wissen, Mindset und Tooling. Es ist eine klassische Transformationsaufgabe, wie wir sie in unserer Branche schon oft bewältigt haben.“
„Und gerade Software-Communities und Netzwerke wie das CyberForum können Unternehmen dabei unterstützen, Best Practices zu identifizieren und Erfahrungen auszutauschen“, wie David Hermanns, Geschäftsführer des CyberForums bestätigt.