Seit 1996 hat die Städtische Galerie – gegründet 1981 – ihre Heimat im ZKM-Hallenbaukomplex an der Brauerstraße. Die Kunstsammlung zählt mittlerweile über 20.000 Werke. Nach einem dreimonatigen Umbau zeigt das Haus seinen Besucherinnen und Besuchern jetzt ein neues Gesicht. Unter dem Ausstellungstitel "Update! Die Sammlung neu sichten" wurden insbesondere das erste und zweite Obergeschoss komplett neu strukturiert. Auf 1.500 Quadratmetern Ausstellungsfläche begegnen sich hier Malerei, Skulptur, Grafik, Fotografie und Videokunst erstmals in medien- und epochenübergreifenden Themenräumen.
Identität, Künstlerinnen, Natur, Heimat und Rituale
Die Leiterin des Museums, Stefanie Patruno, erläuterte das Konzept, das im Team der Kuratorinnen innerhalb von zwei Jahren neu entwickelt wurde. Die fünf Themen, die die Klammer bilden, so sagt sie, "liegen aktuell in der Luft". Diese bestehen, kurz gefasst aus den Obertiteln Identität, Künstlerinnen, Natur, Heimat und Rituale. Die Werke von über 80 Künstlerinnen und Künstlern aus einer Zeitspanne von rund 120 Jahren würden so „spannende Dialoge eingehen und Fragen unserer unmittelbaren Gegenwart“ beleuchten, so Patruno.
Die Museumschefin merkte jedoch auch an, dass in der Kunstsammlung bislang gerade einmal 17 Prozent der Werke von Künstlerinnen stammen. Eine Art Spotlight bildet auch die Einrichtung eines Schaudepots an der Stirnseite des Hallenbaus: Hier soll in der Zusammenarbeit mit den Restauratoren ein meist eher verborgener Teil der Museumsarbeit sichtbar werden. Auch hier eröffnet sich ein ganz neuer Blick auf die Sammlung der Städtischen Galerie.
Unendliche Zigarettenpause
Neue Einblicke bieten zudem die Arbeiten des in Japan geborenen Malers Tenki Hiramatsu, der seine Bildsprache als "Unendliche Zigarettenpause" im Projektraum des Eingangsbereichs zeigt.