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Wie kühlen im Sommer - Hitzeschutz vorantreiben

Gemeinderat lehnt Vorfahrt für Klimaanlagen ab

Hitzeschutz an Gebäuden Beschattung kann auch eine Lösung gegen Hitze sein. © UA

Letztlich ist die CDU im Gemeinderat mit ihrem Antrag gescheitert, verstärkt zum Hitzeschutz von gefährdeten Bevölkerungsgruppen auf Klimaanlagen zu setzen.

Dennoch waren sich alle Stadträte ziemlich einig, dass etwas für Menschen nicht nur in Kitas, Schulen und Krankeneinrichtungen getan werden muss. „In diesem Sommer war es unerträglich, in Schulen, Prüfungen zu schreiben. Da rede ich noch gar nicht von Werkstätten in Berufsschulen, in denen gearbeitet werden sollte“, so Detlef Hofman (CDU). Dr. Sonja Klingert (Grüne) merkte zum Antrag kritisch an: „Klimaanlagen entziehen den Räumen die Hitze und geben sie nur nach draußen ab. Passive Maßnahmen folgen den technischen Regeln für Arbeitsstätten.“ Sie gab damit zu verstehen, dass Beschattung und bauliche Mittel ihre Vorteile haben.

"Kitas und Schulen soll keine Gewächshäuser werden"

„Unser Ziel ist es, Menschen vor Hitze zu schützen“, schaltete sich Sibel Uysal (SPD) in die Diskussion ein. Wegen der finanziellen Situation der Stadt wies Dr. Paul Schmidt (AfD) darauf hin, „dass automatische Lüftung in den Nachtstunden“ eine Lösung sein könnte. Petra Lorenz brachte die Motivation der Freien Wähler so auf den Punkt: „Kitas und Schulen sollten Wachstumsgebäude bleiben und keine Gewächshäuser werden.“

Die Linke in Person von Anne-Kathrin Berghoff setzte sich für passive Lösungen ein, während sich Fabian Gaukel (VOLT) für Klimaanlagen offen zeigte und Michael Haug (KAL) attestierte: „Wir brauchen Schutz vor Hitze“. Aber auch wenn die CDU mit der Betonung auf den schnellen Einbau von Klimaanlagen scheiterte, setzte sie sich im Gemeinderat mit der Forderung durch, den Satz „Dabei stehen passive, suffiziente Lösungen – keine Klimatisierung – im Fokus.“ aus den städtischen Leitlinien und Strategien zu streichen. -cf-

Dieser Beitrag gehört zur StadtZeitung, die auch in gedruckter Form erscheint. Alle Ausgaben des ePapers sind digital verfügbar.

 

Mehr zu städtischen Themen und den Aktivitäten der Stadtverwaltung Karlsruhe unter www.karlsruhe.de/stadtzeitung

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