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Wie eine Demokratie stark bleibt

Wissenschaftsreihe Effekte nimmt am Dienstag, 27. August, Gesellschaft im Krisenmodus unter die Lupe

Die Veranstaltung Effekte findet jeden Monat an einem Dienst im Triangel statt. Die Veranstaltung Effekte findet jeden Monat an einem Dienst im Triangel statt. © TRIANGEL Transfer Kultur Raum

Soziale Netzwerke haben das Zusammenleben von Menschen und Gruppen stark verändert: Sie eröffnen große Möglichkeiten für umfassende Netzwerke und neue Formen der Kommunikation. Gleichzeitig vertiefen soziale Netzwerke offensichtlich die Spaltung der Gesellschaft, was gefährliche Folgen haben kann. Wie man diese Spaltung untersuchen und was man ihr entgegensetzen kann, ist Thema der Effekte-Wissenschaftsreihe am Dienstag, 27. August 2024. Beginn ist um 19:30 Uhr im "Triangel Transfer | Kultur | Raum" am Kronenplatz. Bei gutem Wetter findet die Veranstaltung draußen auf dem Kronenplatz statt. Der Eintritt ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Mechanismen der digitalen Polarisierung

X, Instagram oder Telegram – das sind die weltumspannenden sozialen Netzwerke mit knapp zwei Milliarden Mitgliedern. Die Plattformen haben in den vergangenen Jahren ganz neue Formen der Interaktion eröffnet und große gesellschaftliche Bedeutung erlangt. Die Macht sozialer Netzwerke nutzen auch Gruppierungen, die die Demokratie in Mitleidenschaft ziehen wollen. Das zeigen Angriffe auf politische Institutionen in Deutschland, den USA und Brasilien allzu deutlich. Für populistische Bewegungen ist es besonders einfach, sich zu organisieren, ihre Sichtweisen in kurzer Zeit und hoher Frequenz zu einer Vielzahl von Menschen zu bringen. Demgegenüber haben die Betreiber sozialer Netzwerke bisher wenig Interesse gezeigt, ihre Plattformen auf eine faktenbasierte Basis zu stellen.

Dr. Jonas Fegert, Leiter des "House of Participation" am FZI Forschungszentrum Informatik und sein Team beschäftigen sich mit Polarisierungstendenzen in der Gesellschaft und deren Bekämpfung sowie der Analyse von Desinformation. In seinem Vortrag bei der EFFEKTE-Wissenschaftsreihe beleuchtet Fegert die Frage, wie die Mechanismen der digitalen Polarisierung in den sozialen Netzwerken funktionieren und wie weitreichend die Auswirkungen auf die Gesellschaft sind.

Für Wissenschaftler Fegert ist aber klar, dass es bei der bloßen Analyse nicht bleiben darf. Er sieht die dringende Notwendigkeit, innovative Ansätze für eine widerstandskräftige und demokratischere digitale Zukunft zu entwickeln. Der Leiter des "House of Participation" beschreibt an diesem Abend Erkenntnisse aktueller Forschungsarbeiten im Bereich der Wirtschaftsinformatik, die neue Wege für eine starke digitale Demokratie eröffnen sollen. Mit von der Partie an diesem Abend ist außerdem der Journalist Hendrik Lehmann vom Berliner "Tagesspiegel". Er leitet dort das Innovation Lab und entwickelt dort wegweisende neue Formen des Datenjournalismus und neuer digitaler Erzählweisen. Lehman ist unter anderem Träger des Deutschen Reporterpreises sowie des Data Journalism Awards. Sein Team arbeitet zudem mit den Daten des FZI in dem Projekt Social Sentiment in Times of Crises an der anspruchsvollen Aufgabe, krisenbezogene Daten leicht verständlich aufzubereiten und zu visualisieren.

 

Wissenschaftsreihe Effekte

Veranstaltet wird die Effekte-Wissenschaftsreihe vom Wissenschaftsbüro  der Wirtschaftsförderung der Stadt Karlsruhe. Immer am "Wissenschaftsdienstag" präsentieren sich einmal im Monat Karlsruher Hochschul- und Forschungseinrichtungen und geben Einblick in ihre Forschung. Die Vortragsreihe steht in Anlehnung an das Wissenschaftsjahr 2024 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Motto "Freiheit". Weitere Infos zur Wissenschaftsreihe Effekte unter www.effekte-karlsruhe.de.

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