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„Tram-Train“ am Start

Modernisierung des AVG-Fuhrparks: Barrierefrei, klimatisiert und mit Universaltoilette

Neues Gesicht auf dem regiona-len Schienennetz: Die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft nimmt die ersten Fahrzeuge der nächsten Stadtbahn-Generation in Betrieb. Gefertigt werden die Züge bei Stadler in Valencia. Neues Gesicht auf dem regiona-len Schienennetz: Die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft nimmt die ersten Fahrzeuge der nächsten Stadtbahn-Generation in Betrieb. Gefertigt werden die Züge bei Stadler in Valencia. © Ixtacy

Es war eine längere Reise von Valencia bis nach Karlsruhe: Erst per Transporter, dann mit dem Schiff und schließlich auf den eigenen Rädern erreichte im Dezember das erste Fahrzeug einer neuen Stadtbahngeneration für die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) die Fächerstadt. Dort nahmen die beiden AVG-Geschäftsführer Prof. Dr. Alexander Pischon und Christian Höglmeier „sehr glücklich“ das vorzeitige „Weihnachtsgeschenk“ in Empfang.

Denn beim ersten Exemplar soll es nicht bleiben. In den nächsten Monaten folgen sukzessive 74 weitere Fahrzeuge für die AVG und voraussichtlich ab Februar 73 Bahnen für die Verkehrsbetriebe Karlsruhe. Zudem hält die AVG eine Option auf 73 weitere Bahnen. „Damit sind wir in der Lage, unserem kompletten Fuhrpark durchzumodernisieren“, betonte Höglmeier bei der Präsentation des „Erstlings“.

Nun stehen vorrangig ältere Wagen zur Ausmusterung an, die noch aus der Anfangszeit des „Karlsruher Modells“ stammen und nicht barrierefrei sind. Dieses Kriterium erfüllt die neue Wagengeneration definitiv, hier ist fast der gesamte Fahrgastraum stufenlos zugänglich. Weitere Ausstattungsmerkmale sind Sitzbezüge aus E-Leder, Vollklimatisierung und eine Universaltoilette.

 

Blick in den Fahrgastraum der neuen Züge.

Das Besondere an dem neuen „Tram-Train“, der zweisystemfähig ist und sowohl im Stadtnetz als auch auf Eisenbahnstrecken eingesetzt werden kann, ist der Beschaffungsmodus. Hier hatten sich mehrere deutsche und österreichische Unternehmen zusammengeschlossen und konnten so zusammen über 500 Fahrzeuge in Auftrag geben.

Für Christian Höglmeier ein enormer Vorteil: „Dadurch liegen wir pro Fahrzeug circa eine Million Euro günstiger als wenn wir selbst beschafft hätten“. Zudem schloss das Konsortium mit dem Hersteller Stadler einen langfristigen Wartungsvertrag über 32 Jahre ab.

Bis die Fahrgäste in den Genuss des neuen Beförderungsmittels kommen, geht aber noch etwas Zeit ins Land. Erst stehen – vorwiegend in den Nachtstunden – Einstellungs- und Abnahmefahrten auf dem Programm. Bei erfolgreicher Zulassung gehen die ersten Tram-Trains kommenden Sommer in den Liniendienst. -eck-

Dieser Artikel erscheint in der StadtZeitung Nr. 3 am 16. Januar 2026. Die Inhalte der StadtZeitung schon lesen, bevor sie im Briefkasten steckt: Im ePaper sind alle Ausgaben digital verfügbar.

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