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The World Games: OB Mentrup zu den Ausführungen des Bundes der Steuerzahler im Schwarzbuch 2026

Das Karlsruher Logo für die World Games 2029. Das Karlsruher Logo für die World Games 2029. © Stadt Karlsruhe, Cindy Streeck

Zu den Ausführungen des Bundes der Steuerzahler im Schwarzbuch 2026 in Bezug auf The World Games 2029 nimmt Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup wie folgt Stellung: 

"Die grundsätzlich kritische Einschätzung des Bundes der Steuerzahler zur Durchführung der World Games 2029 in Karlsruhe ist zu respektieren, selbige kritische Einschätzung hat auch in der gesellschaftlichen und kommunalpolitischen Debatte vor Ort eine Rolle gespielt. Dennoch hat sich der Gemeinderat nach intensiver Befassung und Debatte zweimal positiv für die World Games entschieden. Den Vorwurf der „Steuerverschwendung“ mit seinem moralischen Impetus ist anmaßend und verkennt die ernsthafte Abwägung zwischen den verschiedenen Vorteilen beim Einsatz des städtischen Anteils. Die abfällige Kommentierung der positiven Stellungnahmen von Bund und Stadt durch das Schwarzbuch ist unsachlich und unfair - da sich dieser hier nicht mit den genannten Argumenten inhaltlich auseinandersetzt, sondern sie skandalheischend abwertet, ja sich geradezu darüber lustig macht. Damit verlässt der Bund der Steuerzahler den Bereich einer sachlichen Prüfung und Gegenüberstellung. Schade!

Da der Anteil der Stadt für das Budget der World Games über den Investitionshaushalt finanziert wird, steht er z.B. in Konkurrenz mit der Sanierung eines mittelgroßen Schulgebäudes, nicht aber mit einer Einschränkung der laufenden Ausgaben z.B. für den Betrieb der sozialen oder kulturellen Infrastruktur, für Personal oder städtische Dienstleistungen. Neben dem 10-tägigen Sportevent mit internationaler Strahlkraft für Karlsruhe, Baden-Württemberg und Deutschland überzeugte den Gemeinderat die Chance auf eine hohe identitätsstiftende Wirkung dieses Events auf die Gesellschaft in Stadt und Region, wie es sich schon nach den World Games 1989 und dem 300. Stadtgeburtstag 2015 in großer Nachhaltigkeit gezeigt hat.

Bereits jetzt zeigen die Anfragen an die Stadt nach der Durchführung anderer Sportwettkämpfe, Konferenzen und Investitionen in Sportanlagen, dass bereits die Bereitschaft der Stadt, hier Gastgeber zu sein, für die Stadt über das Image hinaus auch Wertschöpfung in Gastronomie, Hotellerie und Infrastruktur auslösen kann, dieser Effekt wird sich in der Zeit bis zu den World Games und auch danach noch verstärken. Das sind nur einige Argumente für die positive Entscheidung des Gemeinderats, die zeigen, dass er sich einerseits sehr intensiv mit den Aspekten auseinandergesetzt hat und andererseits, dass die oberflächlichen Beurteilungen durch den Bund der Steuerzahler, wie etwa die Behauptung, der positive Effekt würde nur in der Zeit der Durchführung bestehen und schnell verpuffen, dem Faktencheck und dem konkreten Erfahrungswissen der Beteiligten und Verantwortlichen vor Ort nicht standhalten."

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