Am 8. Oktober 2026 fand die notarielle Beurkundung für den Grundstückskauf zum geplanten Entwicklungs- und Applikationszentrum von SUSS MicroTec SE im Technologiepark Karlsruhe statt. Gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung blickten Wirtschaftsbürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz und Dr. Thomas Rohe, COO von SUSS, sowie Robert Schierl, Leitung Facility Management, im Karlsruher Rathaus auf den bisherigen Prozess und die nächsten Schritte bei der Realisierung des Vorhabens. Die Wirtschaftsförderung Karlsruhe begleitet das Unternehmen dabei bereits seit rund zwei Jahren.
Mit dem Kauf des zirka 8.300 Quadratmeter großen städtischen Grundstücks hat SUSS eine wesentliche Voraussetzung für den geplanten Neubau geschaffen. Vorgesehen ist ein Gebäude mit ungefähr 10.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche. Forschungs- und Entwicklungsbereiche sowie rund 2.500 Quadratmeter Reinraumfläche sollen den Kern des neuen Zentrums bilden. Perspektivisch werden rund 300 bis 350 Mitarbeitende am Standort tätig sein.
Wirtschaftsbürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz betont: „Mit dem Grundstückskauf ist ein wichtiger Meilenstein für die weitere Entwicklung von SUSS in Karlsruhe erreicht. Das Unternehmen investiert langfristig in ein technologisch anspruchsvolles Geschäftsfeld und findet mit dem Technologiepark, der Nähe zum KIT und unserem starken Forschungs- und Innovationsumfeld sehr gute Voraussetzungen. Dass sich ein international tätiges Technologieunternehmen für diese Investition in Karlsruhe entscheidet, unterstreicht die Qualität des Wirtschaftsstandortes Karlsruhe und stärkt zugleich das Halbleiterökosystem in der Region“.
Forschung und industrielle Entwicklung eng verbunden
SUSS entwickelt und produziert Anlagen und Prozesslösungen für die Halbleiterindustrie. Mit dem neuen Entwicklungs- und Applikationszentrum will das Unternehmen seine Aktivitäten im strategisch wichtigen Bereich Advanced Packaging in Karlsruhe ausbauen. Für die Standortentscheidung spielt insbesondere der direkte Austausch zwischen wissenschaftlicher Forschung und industrieller Entwicklung eine wichtige Rolle.
Diese Zusammenarbeit wurde bereits im Juli weiter konkretisiert. Gemeinsam mit dem Land Baden-Württemberg und dem KIT unterzeichnete SUSS einen Letter of Intent zur Stärkung des Halbleiterökosystems in der Region. Im Rahmen der Vereinbarung sagte das Land bis zu fünf Millionen Euro zur Unterstützung einer Professur für Advanced Packaging und Heterointegration am KIT zu.
„Wir investieren rund 45 Millionen Euro in das neue Applikations- und Entwicklungszentrum in Karlsruhe, um die Innovationskraft von SUSS im strategisch wichtigen Markt für Advanced Packaging weiter auszubauen. Der steigende Bedarf an Rechenleistung für Anwendungen wie Künstliche Intelligenz und High Performance Computing erhöht die Anforderungen an die Integration und Verbindung von Halbleiterkomponenten und macht Advanced Packaging zu einem wichtigen Wachstumsfeld der Halbleiterindustrie. Mit dem neuen Zentrum schaffen wir eine direkte Verbindung zwischen Wissenschaft, Entwicklung und Kunden, die es uns ermöglicht, innovative Prozesslösungen schneller zu entwickeln, zu testen und zur Marktreife zu bringen. Wir freuen uns sehr, dieses Zukunftsprojekt am Technologiestandort Karlsruhe umzusetzen“, sagt Dr. Thomas Rohe, COO der SUSS.