Seit 25 Jahren arbeiten die Stadt und der Landkreis Karlsruhe im Strahlenschutz eng zusammen. Dieses Jubiläum würdigten sie kürzlich bei einer feierlichen Veranstaltung. Die Kooperation, die ihren Ursprung in ersten Kontakten mit der Werkfeuerwehr des KIT und dem ABC-Zug der Stadt hat, ist mittlerweile heute eine unverzichtbare Säule des regionalen Bevölkerungsschutzes, betonten die Verantwortlichen bei der Feierstunde.
Vor dem offiziellen Festakt erhielten die Gäste bei einer Stationsausbildung Einblicke in die Arbeit der Einsatzkräfte. Dabei wurden unter anderem Messtechnik, Einsatzabläufe und die Leistungsfähigkeit der Einheiten anschaulich dargestellt. Bürgermeisterin Bettina Lisbach hob die Relevanz dieser Partnerschaft hervor: Von den ersten gemeinsamen Übungen in der Appenmühle bis zu Einsätzen wie 2012 in Bad Schönborn oder 2015 auf der A5 hat sich die Vernetzung der Feuerwehreinheiten stets bewährt. „Ein Vierteljahrhundert gemeinsamer Einsatz zeigt, wie erfolgreich Einsatzkräfte zusammenarbeiten können, wenn es um die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger geht“, sagte Lisbach.
Aktuelle Sicherheitslage erfordert starke Zusammenarbeit
Angesichts globaler sicherheitspolitischer Entwicklungen gewinnt die Notfallvorsorge für sogenannte CBRN-Lagen (chemische, biologische, radiologische und nukleare Gefahren) wieder an Bedeutung. Feuerwehrkommandant Florian Geldner betonte, dass Zivilschutz-Szenarien heute als realistische Risiken gelten. „Diese interkommunale Kooperation unterstreicht, wie wichtig gemeinsame Ausbildung, regelmäßige Übungen und der Austausch von Fachwissen für einen leistungsfähigen Bevölkerungsschutz sind“, erklärte Geldner. Lisbach und Geldner dankten allen Einsatzkräften sowie Ausbilderinnen und Ausbildern herzlich, die diese Partnerschaft über Jahrzehnte getragen, gestaltet und kontinuierlich weiterentwickelt haben. (kau)