Wie groß die Wertschätzung für Neureut und seine Akteure ist, machte Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup an folgendem Bild in der voll besetzten Badnerlandhalle deutlich. Nahezu die komplette Riege der Karlsruher Bürgermeister war vertreten, zudem Repräsentanten von Verwaltung, Kirche, Schulen, Ortsvorsteher weiterer Stadteile oder Vertreter der Wirtschaft, beispielsweise der Mineralölraffinerie Oberrhein (MiRO). Sie alle wohnten der Verabschiedung des langjährigen Neureuter Ortsvorstehers Achim Weinbrecht sowie der Amtseinführung seines Nachfolgers Thomas Jäger bei.
Seit 2017 im Amt
Im Fokus des illustren Abends stand eindeutig das Wirken des scheidenden Ortsvorstehers für "sein Neureut". Der eigentliche Abschied habe bereits 2024 stattgefunden, die Feier wurde nun nachgeholt. "Ihnen gebührt unsere große Anerkennung. Konsensfähigkeit und Kompromiss gehörte zu ihrer Art zu führen, ebenso hoher Sachverstand", sagte Mentrup und verwies darauf, wie stark Weinbrecht in Neureut verwurzelt sei. Mit Weitsicht habe er mit dem Ortschaftsrat den Stadtteil weiterentwickelt. Der Rathauschef ging auch auf die Vita des passionierten Fußballers ein. Seinen Eintritt in städtische Dienste 1974 als Sachbearbeiter unter anderem für Hallen, Kasse und Sicherheit des damals noch selbständigen Neureuts bis zu seiner Wahl zum Ortsvorsteher 2017 respektive seiner Wiederwahl 2019. Etliche Projekte unter Weinbrechts Ägide zählte er auf. "Für die vertrauensvolle Zusammenarbeit möchte ich mich ganz herzlich bedanken. Ich wünsche alles Gute für den Ruhestand", schloss Mentrup.
Enorme Sachkenntnis
Als "Kind von Neureut" bezeichnete Ortschaftsrätin Martina Weinbrecht den Geehrten, der 50 Jahre seinem Heimatstadtteil gedient habe. Er sei ein Teamplayer, der immer im Dienst der Sache stehe und über enorme Sachkenntnis verfüge. Auch sie betonte die große Wertschätzung der Neureuter für den Mann, der eher ungern im großen Rampenlicht stehe. In die Laudatio reihte sich auch sein Nachfolger Thomas Jäger ein. Weinbrecht, ein Mann des Sports, sei schon immer eher ein Marathonläufer gewesen. Eine Person, die Ausdauer an den Tag lege und stets Problemlösungen anstrebe. "Der Einsatz in ihrem Traumjob hat Neureut auf richtigen Kurs gehalten und vorangebracht. Sie kennen wortwörtlich jedes Steinchen unseres Stadtteils", so Jäger. Er erinnerte zugleich an die früheren Ortsvorsteher Günter Seith und Jürgen Stober und fühle sich geehrt, in die großen Fußstapfen treten zu dürfen. Man sehe, wieviel Potential Neureut habe, wenn alle an einem Strang ziehen.
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