Seit dem Beginn des zweiten Bauabschnitts zur Umgestaltung der Kriegsstraße gibt es am Knoten Brauer-/Kriegs-/Reinhold-Frank-Straße Kapazitätsprobleme. Insbesondere zu den Hauptverkehrszeiten kommt es in Fahrtrichtung Westen zu größeren Rückstaus entlang der Kriegsstraße, die im Karoline-Luise-Tunnel zeitweise bis zum Ettlinger Tor reichen.
Um diese Situation zu verbessern, hat das städtische Tiefbauamt Maßnahmen geprüft, die zeitnah umsetzbar sind. Es ist nun vorgesehen, die Aufteilung der Fahrstreifen zu ändern, so dass in Richtung Westen dann zwei und in Richtung Osten ein Fahrstreifen zur Verfügung stehen. Zudem soll die Fahrbahnverschwenkung aus der Rampe des Tunnels heraus verlegt werden. Wenn diese Sofortmaßnahmen voraussichtlich Mitte Juli in Angriff genommen werden, sind für die Arbeiten hierzu nächtliche Sperrungen erforderlich.
Radverkehr nicht mehr durch das Baufeld
Ziel der ursprünglichen Planung war es einen separaten Radfahrstreifen in Richtung Osten aufrechterhalten zu können. Die Anpassung der Verkehrsführung bedeutet nun, dass der Radverkehr Richtung Osten aus Sicherheitsgründen nicht mehr durch das Baufeld fahren kann. Daher wird für diese Richtung ab der Lessingstraße eine Umleitung, über die Sophienstraße oder alternativ über die Gartenstraße ausgeschildert. In der Gegenrichtung ist bereits seit Beginn der Baumaßnahme eine Umleitung ausgeschildert.
„Es ist durchaus üblich, dass sich bei Umstellungen von Verkehrsphasen oder der Einrichtung von Baumaßnahmen, gerade auf Hauptverkehrsstraßen, verkehrliche Probleme ergeben“, weiß die stellvertretende Tiefbauamtsleiterin Kristina Lochmann-Lessle. In der Regel würden sich Verkehrsteilnehmende im Lauf der Zeit auf die neuen Gegebenheiten einstellen, doch aufgrund der anhaltenden Kapazitätsprobleme habe sich das Tiefbauamt nun zu den aktuellen Anpassungen entschlossen.
Verkehrsleitsystem unterstützt mit Hinweisen
Als weitere Maßnahme weisen aktuell schon die elektronischen Anzeiger des Verkehrsleitsystems auf die Staugefahr hin. Damit diese erst gar nicht entstehen, bittet die Stadtverwaltung um großräumige Umfahrung der Innenstadt beispielsweise über die Südtangente oder den Adenauerring. Sollte es im Tunnel dennoch zu Rückstaus kommen, müssen die Autofahrerinnen und Autofahrer keine Bedenken wegen der Luftqualität haben. „Die Belüftungsanlage im Kriegsstraßentunnel arbeitet ordnungsgemäß“, betont Lochmann-Lessle. Selbst bei stärkstem Verkehrsaufkommen liege die Anlage immer noch deutlich unter ihrer Maximalauslastung. Auch die Erreichbarkeit für Rettungsfahrzeuge ist gesichert, denn Einsatzkräfte können über Durchgänge von der südlichen Fahrbahn aus in die Röhre gelangen.
Bauarbeiten laufen voraussichtlich bis Sommer 2026
Die aktuellen Bauarbeiten in der Kriegsstraße sorgen gleich mehrfach für Verbesserungen. Zum einen dienen sie der Schaffung einer durchgängigen, sicheren Radwegeverbindung in Ost-West-Richtung. Zum anderen werden die Ver- und Entsorgungsleitungen, Fernwärmeleitungen, Gas- und Wasserleitungen sowie die Leerrohrsysteme für Straßenbeleuchtung und Signalanlagen unterhalb der Kriegsstraße erneuert beziehungsweise ergänzt.
Anschließend erfolgt die Umgestaltung des Straßenraumes, die Erneuerung der Fahrbahnbeläge sowie die Umrüstung der Straßenbeleuchtung. Die Mittelinsel wird durchgehend verbreitert, sodass hier neue Bäume gepflanzt werden können. Der gesamte Umbau des Abschnittes der Kriegsstraße bis zur Reinhold-Frank-Straße wird noch bis Sommer 2026 andauern. Das Tiefbauamt geht davon aus, dass zum Jahreswechsel die Bauphase auf der nördlichen Fahrbahn abgeschlossen ist sind.