Was Friedrich Weinbrenner und Johann Gottfried Tulla nicht vergönnt war, das sollen jetzt die Verkehrsbetriebe erreichen: Den Rheinhafen in die Stadt bringen. Freilich eher im übertragenen Sinne, denn während die beiden großen Baumeister des 19. Jahrhunderts noch Kanäle bis ins Zentrum planten, geht es jetzt darum, den Hafen mittels einer Straßenbahn als rollendem Werbeträger bekannter zu machen. Und das aus gutem Grund, denn Karlsruhes "Tor zur Welt" feiert Jubiläum. Auf den Tag genau 125 Jahre, nachdem das erste Schiff in den neu gebauten Rheinhafen eingelaufen war, schickten Hafendirektorin Patricia Erb-Korn und Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz die Werbebahn auf ihre Jungfernfahrt.
Motto "Wo Zukunft anlegt"
"Das ist ein passendes Datum, um das Festjahr zu beginnen", sagte Erb-Korn bei der Vorstellung der Bahn, denn mit jenem 27. März 1901 "begann eine Entwicklung, die Karlsruhe wirtschaftlich und auch kulturell nachhaltig geprägt hat". Das Motto für das Jubiläumsjahr - "Wo Zukunft anlegt" stehe für das, "was den Hafen ausmacht: Verbindung". Einmal in seiner Funktion als trimodale Umschlagsstätte für Wasser-, Schienen- und Straßentransport, zugleich aber auch in der Verbindung zur Stadtgeschichte.