Rund 70 Bürgerinnen und Bürger kamen am vergangenen Samstag in das Gehörlosenzentrum, wo das Stadtentwicklungskonzept für Daxlanden vorgestellt wurde.
Zuvor hatten sich innerhalb von zwei Jahren mehrmals Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreterinnen und Vertreter von Vereinen und der Stadtverwaltung zu Zukunftsforen getroffen. Außerdem wurden Arbeitsgruppen gebildet, Ideen gesammelt und schließlich das Konzept erarbeitet. Mitarbeitende der Bürogemeinschaft metris aus Heidelberg moderierten die Treffen und fassten die Ergebnisse zusammen. Als Résumé brachte nun das Amt für Stadtentwicklung den rund 150 Seiten dicken Band "Stadtentwicklungskonzept Daxlanden, Ziele und Maßnahmen" heraus. Grafisch und textlich sind darin über 40 wünschenswerte Ziele und ein vielfaches an Maßnahmen aufgezeigt, die den Stadtteil weiterbringen könnten.
"Leitplanken" stehen
Der Stadt Karlsruhe sei es immer wichtig gewesen, dass die Bürger in den Prozess eingebunden werden, meinte Bürgermeister Dr. Albert Käuflein bei der Vorstellung. Auch wenn das Konzept jetzt stehe, "die Umsetzung der Maßnahmen kann nur mit angezogener Handbremse erfolgen", wies Käuflein auf die angespannte Haushaltssituation der Kommune hin. Aber auch wenn die Umsetzung etwas dauern könne, sei nichts verloren, so der Bürgermeister. Architektin Charis Nichtern von der Bürogemeinschaft metris sah sogar einen Vorteil im Geldmangel: Planen könne man auch gut, wenn das Geld weg sei. Denn dann sei man mit den Planungen fertig und könne sofort mit der Umsetzung beginnen, wenn wieder Geld da sei. Die "Leitplanken" würden stehen, anpassen könne man die Maßnahmen dann immer noch.