Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup zeigte sich erfreut über den Preis für Karlsruhe: "Inklusion ist besonders dort stark, wo sie gemeinsam entwickelt wird. Nicht über die Köpfe der Betroffenen hinweg, sondern mit ihnen. Nicht als Sonderlösung für wenige, sondern als selbstverständlicher Bestandteil unseres Gemeinwesens." Projekte wie dieses zeigten, dass jeder und jede einen Beitrag leisten könne – in einer Organisation, in einer Verwaltung, in einer Einrichtung, in einem Verein, in der Nachbarschaft oder im persönlichen Umfeld, so Mentrup weiter. Inklusion finde nicht allein in Gesetzen, Konzepten oder Zuständigkeiten statt, sondern werde dort konkret, wo Menschen ihre Umgebung so gestalten, dass alle dazugehören, mitwirken und teilhaben können.
Mobilität erleichtert Teilhabe
Die Anwendung Karlsruhe barrierefrei erleichtert die Mobilität in Karlsruhe. Hier finden sich Informationen zu mehr als 600 barrierefrei zugänglichen Orten, Live-Informationen zu Aufzügen der KVV und der DB und Informationen zum Belegungsstatus von Schwerbehindertenparkplätzen. Diese Informationen sind insbesondere für Seniorinnen und Senioren, Menschen mit Behinderungen aber auch Familien mit Kinderwagen hilfreich – sie erleichtern die Mobilität und damit die Teilhabe von vielen Menschen in Karlsruhe.
Ein Aspekt des Projektes hat die Jury besonders überzeugt: Karlsruhe barrierefrei ist ein inklusives Community-Projekt. Menschen mit und ohne Behinderungen nehmen gemeinsam barrierefreie Orte im gesamten Stadtgebiet auf. Das Team Karlsruhe barrierefrei sucht neue Orte aus, vermisst diese und trägt sie in die Web-App ein. So werden diese barrierefreien Orte für alle Menschen sichtbar gemacht.
„Barrierefreiheit gemeinsam im Team sichtbar machen und damit die Teilhabe von vielen Menschen zu erleichtern – eine bessere Aufgabe kann ich mir kaum vorstellen.“, sagt Artur Budnik, Mitarbeiter der Projektstelle „Web-App Karlsruhe barrierefrei“.
Zusammenarbeit für Expertise und Strahlkraft
Ein weiterer Aspekt des Projektes ist die Zusammenarbeit von verschiedenen Teilen der Stadtverwaltung, die Karlsruhe barrierefrei unterstützen und erst möglich machen: Das Liegenschaftsamt, die Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Tiefbauamt, Presse- und Informationsamt und weitere Ämter unterstützen das Projekt mit der jeweiligen Expertise.
Die Kooperation mit Partnerinnen und Partnern außerhalb der Stadtverwaltung wie der Karlsruher Tourismus GmbH, der Messe Karlsruhe oder dem Karlsruher SC sorgt für die nötige Strahlkraft, die eine Bekanntheit der Anwendung verstärkt.
Die Stadt Karlsruhe, die Sozial- und Jugendbehörde und die Projektleitung Ulrike Wernert freuen sich sehr über die Wertschätzung der inklusiven Zusammenarbeit, die durch die Vergabe des Inklusion Plus Award 2026 vom Landesverband Selbsthilfe Körperbehinderter Menschen entgegengebracht wird.