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Pionier der Soziokultur

Früherer Tollhaus-Chef Bernd Belschner erhält Staufermedaille

Bernd Belschner erhält die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg von Staatssekretärin Ute Leidig und Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup. Bernd Belschner erhält die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg von Staatssekretärin Dr. Ute Leidig und Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup. © Volker Knopf

Eine besondere Ehre wurde kürzlich dem langjährigen Tollhaus-Chef Bernd Belschner zuteil: Der Karlsruher bekam im Haus Solms die Staufermedaille des Landes von Staatssekretärin Dr. Ute Leidig überreicht. In seiner Begrüßung sprach Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup von einem "echten Pionier der Soziokultur". Das Tollhaus wurde durch ihn – und durch seine Mitstreiterin Britta Vehlhagen, die kürzlich ebenfalls die Staufermedaille erhielt – zu einer der prägendsten Einrichtungen der Stadt und darüber hinaus.

Auch mit gesellschaftspolitischer Komponente

"Sie haben mit Herz, Leidenschaft und Weitblick agiert und waren stets ein stabilisierender Faktor", sagte OB Mentrup. Zwischen wirtschaftlicher Verantwortung und künstlerischer Freiheit habe Belschner stets eine Balance gefunden. In dem Kulturzentrum gehe es neben kultureller Vielfalt auch um eine gesellschaftspolitische Komponente. Der Netzwerker, der sich im Tollhaus mittlerweile in die "zweite Reihe" zurückgezogen hat, habe einst auch bei der Orgelfabrik, beim Magazin "Klappe auf" oder beim Verein "ausgeschlachtet", der spartenübergreifend verschiedene Vereine, Kulturinstitutionen und Kunstschaffende zusammenbringt, Impulse gesetzt.

"Ein Anpacker, der Perspektiven öffnet"

Voll des Lobes für Belschner war auch Laudatorin Leidig. „Dein unermüdliches Engagement für Demokratie und Zusammenhalt kann man nicht hoch genug einschätzen. Dein Wirken hat unser kulturelles Leben in Karlsruhe nachhaltig geprägt“, sagte die Staatssekretärin. Sie bezeichnete das Tollhaus gar als erfolgreichste soziokulturelle Einrichtung in Baden-Württemberg. Der Ausgezeichnete habe dies gemeinsam mit Velhagen aufs Gleis gesetzt. „Du bist ein Anpacker, der Perspektiven öffnet und stets den Dialog sucht“, so Leidig.

Mit Passion für Zirkus und zeigenössischen Tanz

Belschner selbst erinnerte an die Anfänge noch vor dem Tollhaus mit dem Folkclub und an die vielen Mitstreiter, die ihn auf dem Weg begleiteten. "Diese Ehrung bedeutet mir viel", erklärte der umtriebige Akteur, der eine Passion für Zirkus und zeitgenössischen Tanz hat. Er nehme die Auszeichnung stellvertretend für die Zivilgesellschaft an – und zu dem feierlichen Anlass habe er sich erstmals ein Sakko schneidern lassen, merkte er launig an. -voko-

Dieser Artikel erscheint in der StadtZeitung Nr. 8-10 am 6. März 2026.

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