Menü
eService
Direkt zu
Suche

Photovoltaikausbau: Hand in Hand mit der Immobilienwirtschaft

Solarmodule auf begrüntem Flachdach errichtet / Win-Win-Situation für drei Partner

Die Kooperationspartner des Photovoltaik-Projektes: Martin Schwendemann (PV-Errichter), Anne Sick (städtische Nutzerin) und Thomas Ganter (Vermieter). Die Kooperationspartner des Photovoltaik-Projektes: Martin Schwendemann (PV-Errichter), Anne Sick (städtische Nutzerin) und Thomas Ganter (Vermieter). © Stadt Karlsruhe, Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft, Thomas Gillich

Erstmals nutzt die Stadt Karlsruhe eine Photovoltaikanlage auf einem von ihr angemieteten Gebäude ohne eigene Investition. Das Bürohaus in der Zähringerstraße 61 liegt ganz in der Nähe des Marktplatzes. Vermieter ist die Hurrle Beteiligungs GmbH & Co. KG aus Oberkirch. Der geschäftsführende Gesellschafter, Thomas Ganter, war sofort offen für die Idee der Stadt, das begrünte Flachdach um eine Photovoltaikanlage zu ergänzen. Das besondere ist, dass weder der Eigentümer noch die Stadtverwaltung als Mieterin in das Projekt investieren mussten. Durch einen dritten Partner, die MPT-Energie GbR aus Offenburg, wurde die Anlage geplant und errichtet. Der Vermieter profitiert nun von einer Dachpacht. Die Stadt als Mieterin bezieht günstigeren Solarstrom und der Betreiber verdient am Stromverkauf für den Verbrauch im Gebäude.

So wertvoll wie 800 Fichten

Prof. Anne Sick, Leiterin des Amtes für Hochbau und Gebäudewirtschaft (HGW), ist begeistert: "Ein städtisches Rechenzentrum, das Amt für Stadtentwicklung und unsere Dienststelle können nun einen großen Teil ihres Energiebedarfes über Sonnenstrom vom Dach versorgen. Wir haben für das Projekt keinen Cent Steuergeld investiert und sparen gleichzeitig Stromkosten." Martin Schwendemann ergänzt als Eigentümer und Betreiber der Anlage: "In wenigen Tagen konnten wir über 150 Quadratmeter Solarmodule auf dem begrünten Flachdach installieren. Wir erwarten jährlich etwa 30.000 Kilowattstunden Solarstrom. Die Anlage mindert jährliche CO2-Emissionen, die sonst nur rund 800 Fichten pro Jahr mit Ihrem Holzwachstum binden würden."

Selbstverpflichtung übertroffen

Dieses Pilotprojekt soll Schule machen. Die Stadtverwaltung kontaktiert nun alle Eigentümerinnen und Eigentümer der von ihr angemieteten Gebäude, um diese Zielgruppe von dem Erfolgsmodell zu überzeugen. "Der Ausbau auf den eigenen städtischen Dächern geht natürlich ebenso zügig voran", betont Amtsleiterin Anne Sick. Der Photovoltaik-Zuwachs der Stadtverwaltung Karlsruhe legte im Jahr 2024 deutlich zu. HGW hat mit einer installierten Leistung von 1051 kWp seine bisherige Ausbaurate pro Jahr mehr als vervierfacht und damit die Selbstverpflichtung aus dem "Klimaschutzkonzept 2030" deutlich übertroffen.

-

Kopieren Kopieren Schreiben Schreiben