Zum Tod von Eduard Jüngert hat Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup dessen Angehörigen im Namen der Stadt Karlsruhe wie auch persönlich sein herzliches Beileid ausgesprochen. Mit Eduard Jüngert sei eine verdiente Führungskraft und profilierte Karlsruher Persönlichkeit von uns gegangen, so Mentrup in seinem Kondolenzschreiben.
Jüngerts Karriere bei der Stadt Karlsruhe begann 1950 bei den Stadtwerken der Fächerstadt. Bereits einige Jahre später habe Otto Dullenkopf, damals in seiner Funktion als Bürgermeister für Soziales und die Stadtwerke, Jüngerts enormes Potenzial erkannt und ihn in die Dezernatsriege berufen, erinnert Mentrup. "Seine 'rechte Hand' wollte Otto Dullenkopf auch nach seiner Wahl zum Oberbürgermeister 1970 nicht missen. Bis zu seinem Ruhestand war Eduard Jüngert rund drei Jahrzehnte die engste Vertrauensperson der Karlsruher Verwaltungsspitze, ab 1986 auch des damaligen Oberbürgermeisters Gerhard Seiler". Hierzu befähigten ihn seine „herausragenden fachlichen Kompetenzen sowie seine menschlichen Qualitäten“, betonte Mentrup weiter. So habe er auch in komplexen Situationen weitblickend und besonnen agiert - dezent im Hintergrund und immer effektiv. Uneingeschränkte Loyalität und Diskretion hätten ihn ebenso ausgezeichnet wie sein einzigartiges Feingefühl, mit dem er als Bindeglied zwischen Oberbürgermeister, Gemeinderat und Verwaltung agierte. Auch im Kreis seiner Kolleginnen und Kollegen habe er höchste Anerkennung genossen, seine verbindliche und empathische Art wurde geschätzt.
Neben seinen verantwortungsvollen beruflichen Pflichten habe sich Jüngert in zahlreichen Ehrenämtern engagierte, führt Mentrup weiter aus. „Dabei denke ich unter anderem an sein Wirken im Vorstand der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie, in kirchlichen Gremien wie auch in der ‚Hänsel und Gretel‘-Stiftung“, so das Stadtoberhaupt weiter. Die Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland unterstreiche seinen unverwechselbaren Einsatz zum Wohle der Allgemeinheit.
In den Jahrzehnten seines Wirkens als persönlicher Referent des Oberbürgermeisters und Leiter seines Büros habe er die Entwicklung der Stadt Karlsruhe erfolgreich mitgestaltet. Jüngert habe Karlsruhe nachhaltig mitgeprägt und sich bleibende Verdienste erworben. Diese hätten mit der Übergabe der Ehrenmedaille im Rahmen seiner Verabschiedung 1999 eine verdiente Würdigung erfahren. „Wir werden Eduard Jüngert ein ehrendes Andenken bewahren.“, so Mentrup abschließend.