Eine gut funktionierende Infrastruktur ist eine der entscheidenden Voraussetzungen für das Gelingen der Verkehrswende hin zu einer klimafreundlichen Mobilität. Daher freut sich Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup über den jüngst erteilten Förderbescheid von Bund und Land zur Grunderneuerung von Straßenbahnstrecken der Verkehrsbetriebe Karlsruhe: "Das ist ein wichtiger Beitrag zur Erneuerung unserer Verkehrsinfrastruktur", so der OB, "denn damit sind wir in der Lage, das Netz kontinuierlich an die steigenden Anforderungen und Bedürfnisse anpassen zu können". Investitionen in die Straßenbahn-Infrastruktur seien gut angelegtes Geld. "Ein attraktiver öffentlicher Nahverkehr bietet Alternativen zum Auto, jede Umsteigerin und jeder Umsteiger entlastet die Stadt von Verkehrslärm und Parkplatzdruck". Zudem reduziere eine Stärkung der umweltfreundlichen Mobilität den Ausstoß von Schadstoffen und Treibhausgasen, betont Mentrup weiter.
Erneuerung der Trassen zur Waldstadt und nach Oberreut
Mit dem in der vergangenen Woche erteilten Bescheid unterstützen der Bund und das Land Baden-Württemberg aus Mitteln des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (GVFG) die notwendige Erneuerung zweier Streckenabschnitte. Zum einen sollen die Gleise in der Oststadt und der Waldstadt vom Durlacher Tor bis zur Europäischen Schule auf den neusten Stand gebracht werden. Zum anderen steht die Trasse durch die Schillerstraße über die Europahalle bis Oberreut zur Erneuerung an. An der Förderung beteiligt sich der Bund mit 28,2 Millionen Euro, während das Land 7,1 Millionen beisteuert.
Zufriedenheit der Fahrgäste im Blick
Christian Höglmeier, technischer Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe Karlsruhe, begrüßt die Förderzusage ebenfalls: „Wir freuen uns sehr, dass Bund und Land kräftig in die unverzichtbare Erneuerung unserer Gleisinfrastruktur in der Fächerstadt investieren. Für ein zuverlässiges und qualitativ hochwertiges Nahverkehrsangebot in Karlsruhe muss unser weitverzweigtes Schienennetz kontinuierlich instandgehalten werden. Die Zufriedenheit unserer Fahrgäste hängt aufs Engste mit einem intakten Netz zusammen“. Ein reibungsloser und störungsminimierter Betriebsablauf gewähre das pünktliche Verkehren von Straßenbahnen und Stadtbahnen.
Haltestellen bald barrierefrei ausgebaut
Die Verkehrsbetriebe planen, auf den beiden genannten Streckenabschnitten unter anderen die Gleisanlagen samt Unterbau, Oberleitungen, Weichen- und Weichensteuerung, Lichtsignal- und Bahnübergangssicherungen sowie die Haltestellenbeleuchtung nach den heutigen Stand der Technik und den aktuellen Stand der Technik zu erneuern. In der Waldstadt werden die Bauarbeiten voraussichtlich in den Pfingstferien 2026 zeitgleich mit dem barrierefreien Ausbau der Haltestellen beginnen. Für die neuen Bahnsteige und deren Zuwege stellt das Land Baden-Württemberg weitere 8,13 Millionen Euro aus Mitteln des Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes zur Verfügung. Auch in der Schillerstraße soll die Grunderneuerung im kommenden Jahr starten, während in der Karl-Wilhelm- und Haid-und-Neu-Straße die Bauarbeiten nach dem derzeitigen Stand für 2027 terminiert sind.