Mit tiefem Bedauern hat Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup die Nachricht vom Tod des Schauspielers Prof. Hans-Peter Knell aufgenommen. In einem Schreiben an seine Ehefrau Anna-Maria Knell hat Mentrup sein Beileid im Namen der Stadt ausgesprochen. Hans-Peter Knell verstarb bereits am 8. November in Alter von 96 Jahren in Karlsruhe.
Der 1928 geborene Akteur prägte das Badische Staatstheater über Jahrzehnte hinweg; er kam bereits 1955 zu der Institution und übernahm 1960 auch seine erste Regiearbeit. Mentrup spricht von einem "bunten Fächer an Inszenierungen", wodurch das kulturelle Leben in Karlsruhe bereichert worden sei. Zunächst inszenierte Knell Stücke für Kinder und Jugendliche, später folgten auch Opern - darunter 1967 Giacomos Puccinis "Tosca". Die Oper wurde acht Jahre lang am Staatstheater - seinerzeit am Festplatz untergebracht - aufgeführt, unter anderem José Carreras trat darin auf. Neben weiteren populären Klassikern wie Richard Strauss' "Elektra" setzte Knell auch auf ungewöhnliche Werke. Er inszenierte etwa erste Opern des Karlsruher Komponisten Wolfgang Rihm.
Knell vermittelte eine "große Begeisterung für die Bretter, die die Welt bedeuten" und "besaß die Gabe, seine Passion an Menschen um ihn herum weiterzugeben", so der Oberbürgermeister. Er würdigte Knell als "herausragenden Bühnenkünstler und eine besondere Persönlichkeit", dem auch der künstlerische Nachwuchs am Herzen gelegen habe. Die Ausbildung an der Opernschule der Hochschule für Musik hatte er mit aufgebaut. Dort lehrte Knell bereits ab 1961 parallel zu seiner Tätigkeit im Badischen Staatstheater Dramatischen Unterricht, 20 Jahre später wurde er zum Professor ernannt. 1990 ging er an Staatstheater und Musikhochschule in den Ruhestand. Bereits zwei Jahre zuvor velieh ihm das Badische Staatstheater für seine Verdienste die Ehrenmitgliedschaft.