Sonderlich viel Aufenthaltsqualität strahlt das Areal am Westbahnhof derzeit nicht unbedingt aus. Eine dominierende Straßenbrücke, Gewerbebetriebe und Brachflächen bestimmen das Bild. Doch das Stadtplanungsamt macht Hoffnung: "Hier soll eine neue Mitte für Grünwinkel entstehen", sagt Projektleiter David Reiher-Leibrich und zeigt dazu die passenden Entwürfe.
Rampen als barrierefreier Gleiszugang
Für die Präsentation hatten sich Reiher-Leibrich und die stellvertretende Amtsleiterin Heike Dederer einen ungewöhnlichen Ort ausgesucht. An der von Graffiti übersäten Betonwand unter der Grünwinkler Brücke hingen die Pläne von vier Architekturbüros, die ihre Entwürfe für eine Planungswerkstatt eingereicht hatten. Aus diesen wählte nun ein Expertengremium das Züricher "Studio Vulkan / Pool Architekten" als Empfehlung zur Umsetzung aus. An der Arbeit habe das Gremium besonders geschätzt, dass sie sich "auf die Suche nach Lösungen, die trotzdem finanzierbar sind", begeben habe, so Dederer. "Als charmantes Element identifiziert" habe man dabei insbesondere, dass die "fast schon historischen Treppentürme" zu den Bahnsteigen des Westbahnhofs durch barrierefreie Rampen ersetzt werden sollen. Hierdurch lasse sich der Anschluss an den öffentlichen Nahverkehr deutlich aufwerten und damit eine Forderung der Deutschen Bahn erfüllen. Diese habe eine Aufwertung des Westbahnhofs als Bedingung für zusätzliche Zughalte genannt.