Nach 16 Jahren ist Erol Alexander Weiß als Direktor der Volkshochschule Karlsruhe (vhs) in den Ruhestand verabschiedet worden. Seine Nachfolgerin, Jenny Ungericht, trat am 1. Oktober ihr Amt an. Zeitgleich wechselte die Zuständigkeit der vhs innerhalb der Stadtverwaltung in das untrer anderem für Schulen und Sport zuständige Dezernat 3 unter Leitung von Bürgermeisterin Yvette Melchien. Der Leitungswechsel wurde im Rahmen einer Pressekonferenz gemeinsam mit Bürgermeisterin Yvette Melchien, Hartmut Allgaier, Leiter des Schul- und Sportamts, sowie den beiden vhs-Vertretern Jenny Ungericht und Erol Alexander Weiß vorgestellt.
16 Jahre für die Bildung in Karlsruhe
Weiß leitete die vhs seit 2009 und prägte sie mit seinem Engagement für Sprachförderung, interkulturellen Austausch und Bildungsgerechtigkeit. Der studierte Romanist und Erwachsenenpädagoge vertrat die Interessen der Volkshochschulen auch überregional, unter anderem als Vorsitzender der grenzüberschreitenden up Pamina vhs und als Mitglied im Rundfunkrat des SWR.
Neue Impulse für Vielfalt und Teilhabe
Die neue Direktorin Jenny Ungericht bringt umfangreiche Erfahrungen aus der Erwachsenenbildung, dem Sport sowie der Kultur- und Integrationsarbeit mit. Die 45-jährige Germanistin und Anglistin war seit 2020 Direktorin der vhs Völklingen und darüber hinaus innerhalb der Stadtverwaltung für Bildung, Kultur, Sport und Soziales zuständig. Ihre berufliche Laufbahn begann die gebürtige Pforzheimerin in der Sprachförderung und führte sie über Tätigkeiten als Dozentin für Deutsch als Zweit- und Fremdsprache, Projektleiterin und Geschäftsführerin in vielfältige Bildungs- und Integrationsprojekte. Ihr berufliches Profil verbindet pädagogische Expertise mit Führungserfahrung und einem klaren Engagement für Teilhabe und Vielfalt.
Zukunftsthemen: Integration, Digitalisierung, Kultur
Gemeinsam mit Bürgermeisterin Melchien und Schul- und Sportamtsleiter Hartmut Allgaier will Ungericht die vhs als Ort der Begegnung und Bildungsgerechtigkeit weiterentwickeln. Wichtige Schwerpunkte sind Sprachförderung, Sport und Integration, Digitalisierung, Demokratiebildung und lebenslanges Lernen für alle Zielgruppen. Die Zusammenarbeit mit dem Kulturamt sowie die Kursangebote und Projekte im Bereich Kultur und Kreativität bleiben selbstverständlich auch nach dem Dezernatswechsel erhalten. Gemeinsam mit dem Badischen Konservatorium und dem ibz ist die vhs weiterhin eine wichtige Säule bei der Entwicklung des Bildungscampus in der Karlsruher Weststadt.
„Die Volkshochschule ist ein Ort, an dem Menschen unterschiedlicher Herkunft und Lebenslagen zusammenkommen – Bildung ist die wichtigste Ressource unseres Landes“, so der Tenor aller Beteiligten.