Einblicke in die Museumsarbeit
Während der Öffnungszeiten des Archivs (mittwochs und donnerstags 10 bis 17 Uhr) können Interessierte den Prozess der Inventarisierung miterleben und mehr über die Arbeit im Museum und im Archiv erfahren.
Zusätzlich können Besucherinnen und Besucher die umfangreiche Präsenzbibliothek zu Karl Hubbuch nutzen, sich Werke und Archivalien vorlegen lassen sowie den Forschungsnachlass des Kunsthistorikers Wolfgang Hartmann einsehen.
Monatliche Führungen ab April 2026
Ab dem 9. April bieten monatliche Führungen im Hubbuch-Archiv Einblicke in die Vielfalt des künstlerischen Nachlasses und laden zum Austausch über Leben und Werk des Künstlers ein.
Termine, jeweils 17 Uhr: 09.04.2026, 07.05.2026, 25.06.2026, 16.07.2026, 20.08.2026
Kosten: 2 Euro zzgl. Eintritt
Neue Perspektiven auf Karl Hubbuchs Werk
Karl Hubbuch (1891–1979) zählt zu den wichtigsten Vertretenden des Verismus und der Neuen Sachlichkeit in Deutschland. Nach seiner Entlassung als Professor der Badischen Landeskunstschule Karlsruhe (heute Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe) durch die Nationalsozialisten im Jahr 1933 arbeitete Hubbuch unter schwierigen Bedingungen weiter. Mit der Wiedereröffnung der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste 1947 erhielt Hubbuch sein Professorenamt zurück, in welchem er bis 1957 tätig war.
Wolfgang Hartmann (1938–1999), der als Professor für Kunstgeschichte an der Karlsruher Universität (heute KIT) lehrte, setzte sich intensiv mit dem Karlsruher Künstler auseinander und hinterließ umfangreiche Materialien zu dessen künstlerischem Schaffen.
Sammlung und Forschung am Kunstmuseum Karlsruhe
Mit mehr als 1.500 Papierarbeiten und 33 Gemälden beherbergt das Kunstmuseum Karlsruhe den weltweit größten Bestand an Arbeiten Karl Hubbuchs. Die wissenschaftliche Aufarbeitung erfolgt im Hubbuch-Archiv im zweiten Obergeschoss. Bereits 2023 wurden in Kooperation mit der Wüstenrot Stiftung bei einer ersten Bestandsaufnahme 100 Werke ausgewählt und systematisch erschlossen.
Seit Oktober 2025 wird die Kooperation fortgesetzt: Ziel des Projekts ist die Inventarisierung und Digitalisierung des gesamten Nachlasses, die Vorbereitung einer Einzelausstellung im April 2027 sowie die Entwicklung neuer Vermittlungsformate. Dafür unterstützt die Wüstenrot Stiftung das Kunstmuseum Karlsruhe mit Mitteln in Höhe von bis zu 75.000 Euro.