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Zwölfte Jugendkonferenz des StJA beschäftigt sich mit aktuellen Fragen

Zum zwölften Mal lud der Stadtjugendausschuss zur Jugendkonferenz in den Bürgersaal des Rathauses ein. Um die Sozialarbeit in der Rennbuckelschule ging es an diesem Thementisch. © Stadt Karlsruhe, Georg Hertweck

"Sicherheit ist kein Luxus, sondern ein Grundrecht." Dieser von vier Mädchen aus der Nordstadt vorgetragene Appell stieß im ­Bürgersaal auf großen Widerhall. Dunkle Ecken waren eines der zentralen Themen bei der zwölften Auflage der Jugendkonferenz, zu der der Stadtjugendausschuss in den Bürgersaal des Rathauses eingeladen hatte. 

Schulsozialarbeit erhalten 

Gleich vier von elf an den verschiedenen Thementischen diskutierten Anliegen drehten sich um mangelhafte Beleuchtung. So forderten die Kinder und Jugendlichen die Beseitigung von "Angsträumen" um den NCO-Club, auf dem Schulweg durch die Kleingärten zwischen Günter-Klotz-Anlage und Weinbrennerplatz, im Dornröschenweg sowie rund um das Kinder- und Jugendhaus Geroldsäcker. Als ein ebenso dringliches Anliegen formulierten darüber hinaus Schülerinnen und Schüler aus der Rennbuckelschule mit eindringlichen Worten die Wiedereinführung der Schulsozialarbeit: "Wir fühlen uns alleine gelassen!". Hier, wie auch bei den Beleuchtungsfragen, fanden sich Patinnen und Paten für die Anliegen, denn sowohl die städtischen Ämter als auch die Gemeinderatsfraktionen waren bei der Jugendkonferenz gut vertreten. 

 

Zum zwölften Mal lud der Stadtjugendausschuss zur Jugendkonferenz in den Bürgersaal des Rathauses ein.

Queere Jugendarbeit schafft "Safe Space"

Mit der Auswahl ihrer Themen zeigten die jungen Menschen eine beeindruckende Bandbreite: Vom Zustand öffentlicher Toiletten reichte diese über Fahrrad- und Scooter-Abstellplätze, Bänke in der Innenstadt, eine Rad-"Aufstiegshilfe" auf den Turmberg und die Gestaltung einer Regenbogenfläche in der Erbprinzenstraße bis hin zum Erhalt der queeren Jugendarbeit. Wenn die Mittel dafür gekürzt würden, "fällt unser 'Safe Space' weg", betonte Neo als Nutzer des Jugendzentrums "La ViE".

"Problem klar dargestellt"

"Ihr habt sehr klar dargestellt, was das Problem ist", lobte Sozialbürgermeisterin Yvette Melchien abschließend. Auch Erste Bürgermeisterin Bettina Lisbach bewertete das Engagement positiv: "Demokratie lebt davon, dass alle sich einbringen, dass man gemeinsam diskutiert und zu guten Lösungen kommt." Nun müsse man dranbleiben, ergänzte Melchien, "es braucht Zeit, aber am Ende lohnt es sich".

Zumindest für das Thema der dunklen Ecken gibt es bereits den nächsten Termin. Der Arbeitskreis der Karlsruher Schülervertretenden lädt zur Diskussion am Montag, 13. April, um 18 Uhr in das Jugendhaus ­Anne Frank ein.

Zum zwölften Mal lud der Stadtjugendausschuss zur Jugendkonferenz in den Bürgersaal des Rathauses ein.

Dieser Artikel erscheint in der StadtZeitung Nr. 14/15 am 4. April 2026.

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