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Lernen unterm Luftkissendach

„InformatiKOM” am KIT eröffnet / Klaus-Tschira-Stiftung Bauherr des Gebäudes

Ein Roboter übergibt den Schlüssel für das neue KIT-Gebäude am Adenauerring. Schlüsselübergabe per Roboter: „AMAR-6“ zeigt, wo einer der Schwerpunkte im neuen KIT-„InformatiKOM“ liegt. © Stadt Karlsruhe, Georg Hertweck

Annette Leßmöllmann hat einen Traum: „Den Kaffee aus den Händen von Robotern erhalten“. Klingt futuristisch, ist aber durchaus real. Denn gleich neben ihrem künftigen Arbeitsplatz im neu eröffneten „InformatiKOM“ des KIT forscht Tamim Asfour an Humanoiden Robotersystemen. Eine Kostprobe davon erhielten die Ehrengäste bei der Eröffnungsfeier, als Roboter „ARMAR-6“ ihnen symbolisch den Schlüssel für die neuste Erweiterung des KIT-Campus überreichte.

Sechsgeschossiger Neubau am Adenauerring

Wissenschaftskommunikation und Robotik sind indessen nicht die alleinigen Nutzer des Gebäudeensembles am Adenauerring. Während in dem kleineren „InformatiKOM2“ bereits das Zentrum für digitale Barrierefreiheit und Assistive Technologien ACCESS@KIT eingezogen ist, beherbergt das sechsgeschossige Hauptgebäude auf rund 10000 Quadratmetern Nutzfläche den Studiengang Wissenschaft-Medien-Kommunikation, das Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale sowie das Nationale Institut für Wissenschaftskommunikation. Hinzu kommen großzügige Angebote für Studierende mit ganz unterschiedlicher Gestaltung, von der Cafeteria über Gruppenarbeitsräume bis hin zu „Lerninseln“.

Städtebaulicher Akzent: Das neue InformatiKOM

Ansicht des neuen Informatikgebäudes des KIT am Adenauerring
Ansicht des Eingangs des neuen Informatikgebäudes des KIT am Adenauerring
Ansicht des Eingangs des neuen Informatikgebäudes des KIT am Adenauerring

Herzstück des von der Klaus-Tschira-Stiftung finanzierten und vom Darmstädter Büro Bernhardt + Partner geplanten Gebäudes ist das 28 Meter hohe, von einem Luftkissendach abgeschlossene Atrium.

Werbung für den Forschungsstandort Karlsruhe

Mit seinem offenen und kommunikativen Charakter unterstreiche das „InformatiKOM“ das Anliegen der Tschira-Stiftung, „den Dialog mit der Öffentlichkeit und den Austausch zwischen den Wissenschaften zu fördern“, betonte deren Geschäftsführer Forschung, Prof. Rafael Lang. Besonders freute sich Lang darüber, dass während der dreijährigen Bauphase der Zeit- und Kostenplan eingehalten werden konnte. Für Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup stellt das Gebäude „einen ganz besonderen Leuchtturm in der Stadt und in der Region dar“. Hier werde die gesellschaftliche Relevanz von Forschung ebenso verdeutlicht wie die Wechselwirkung von Technik und Gesellschaft.

Zugleich würdigte der OB Klaus Tschira als Stiftungsgründer und Absolventen der Uni Karlsruhe. Er habe „von diesem Ort aus eine Weltkarriere gestartet, an der man sich orientieren kann“. Nach Ansicht der Leitenden Baudirektorin Ursula Orth vom Landesbetrieb Vermögen und Bau hat das auf einem vom Land zur Verfügung gestellten Grundstück erbaute „InformatiKOM“ „die städtebauliche Akzentuierung des KIT-Geländes vorangebracht“. Dies sah auch KIT-Vizepräsident Prof. Oliver Kraft so. Das Gebäude werbe für den Forschungsstandort Karlsruhe und stärke die Verbindung zur Stadt. Wichtig ist für Kraft zudem der Aspekt der Nachhaltigkeit, denn „wir dürfen nicht quantitativ wachsen, sondern qualitativ.“

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