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Leiterin der Stadtbibliothek geht in den Ruhestand

Andrea Krieg war 23 Jahre lang für acht Standorte und den Medienbus verantwortlich

Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup verabschiedete Andrea Krieg nach 23 Jahren an der Spitze der Stadtbibliothek in den Ruhestand. Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup verabschiedete Andrea Krieg nach 23 Jahren an der Spitze der Stadtbibliothek in den Ruhestand. © Stadtbibliothek Karlsruhe

Anfang dieses Monats endete in der Karlsruher Stadtbibliothek eine Ära. Nach fast 40 Jahren bei der Stadt Karlsruhe und davon 23 Jahre als Leiterin hat sich Andrea Krieg von ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Ruhestand verabschiedet. Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup würdigte aus diesem Anlass die gelernte Diplom-Bibliothekarin als eine „maßgebliche Mitgestalterin unseres städtischen Bildungsangebotes“. Mit ihrer Arbeit habe Andrea Krieg „die Stadtbibliothek zu einer für alle Generationen attraktiven und beliebten Einrichtung gemacht“. Bis zu 1,7 Millionen Entleihungen pro Jahr und über 600.000 Besuche sprächen für sich. „Dank Ihrer Innovationskraft ist die Stadtbibliothek nicht nur technisch auf dem neusten Stand, sondern auch für die kommende Herausforderungen gerüstet. Sie hinterlassen ein gut bestelltes Haus“, betonte der OB.

Start im Prinz-Max-Palais

Andrea Krieg hatte ihre Laufbahn in städtischen Diensten 1984 als Bibliothekarin in der Kinder- und Jugendbibliothek begonnen, die damals ganz neu im Prinz-Max-Palais war. Zwei Jahre später übernahm sie deren Leitung und baute hierbei den Kontakt zu Schulen und Kindergärten aus. Nach der Geburt ihrer beiden Kinder startete Andrea Krieg zunächst in Teilzeit, auch an der Spitze der Stadtbibliothek, an die sie 1999 trat. „Die Leitung in Teilzeitarbeit war damals ein echtes, durchaus umstrittenes Novum“, erinnert sich die gebürtige Heidelbergerin. Mit tatkräftiger Unterstützung ihres engagierten Teams erweiterte sie das Angebot an den acht Standorten und im Medienbus kontinuierlich.

Digitale Teilhabe für alle

Besonders im Fokus stand und steht die moderne Technik, „digitale Teilhabe für alle zu ermöglichen, war uns immer wichtig“, betont die scheidende Leiterin. So startete die Karlsruher Stadtbibliothek als eine der ersten Bibliotheken bundesweit mit der Online-Ausleihe von E-Books, kurz danach auch mit Datenbanken, sowie später mit Streamingdiensten für Musik und Film. Sehr früh wurden Internetarbeitsplätze für die Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt und mit einem Außenschalter für Medienrückgabe außerhalb der Öffnungszeiten für kommunale Bibliotheken Neuland beschritten. Darüber hinaus setzte sich Andrea Krieg für die Zusammenarbeit der großen wissenschaftlichen Bibliotheken der Fächerstadt mit der Stadtbibliothek ein, deren Ergebnis heute ein gemeinsamer Karlsruher Bibliotheksausweis ist.  

Räume mit Wohlfühlatmosphäre

Nicht minder große Bedeutung hatte für Andrea Krieg, die sich ehrenamtlich auch im Vorstand des Deutschen Bibliotheksverband und im Weltverband der Bibliotheken IFLA engagierte, die Aufenthaltsqualität in den Räumen. „Wir haben die Bibliothek als Dritten Ort aktiv gestaltet, so dass die Anzahl der Nutzerinnen und Nutzer weiter zunimmt“, zieht sie Bilanz. Zu den Meilensteinen hierbei zählen hierbei die Neubauten der beiden 2019 eröffneten Stadtteilbibliotheken in Grötzingen und Mühlburg.

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