Was passiert mit Kunstwerken, wenn ihre Schöpferinnen oder Schöpfer nicht mehr leben? Mit jedem verlorenen Werk verschwindet auch ein Stück Kultur- und Zeitgeschichte. Auf der diesjährigen art karlsruhe rückt erstmals der "KPM Karl Peter Muller-Preis" für Kunstnachlässe dieses Thema in den Mittelpunkt.
Der Preis, der von den Akademischen Werkstätten in Kooperation mit der Stadt Karlsruhe ausgelobt wird, setzt sich für den verantwortungsvollen Umgang mit künstlerischem Erbe ein. Er macht aufmerksam auf eine oft unterschätzte Herausforderung: Viele Kunstwerke lagern ungeschützt in Kellern, Depots oder werden im schlimmsten Fall entsorgt. Der neue Preis möchte zeigen, dass es auch anders geht – durch Bewahrung, Dokumentation und öffentliche Zugänglichkeit.
Besucherinnen und Besucher der art karlsruhe können sich vom 5. bis 8. Februar 2026 in Halle 3 an einem Messestand informieren. Tägliche Gespräche mit Expertinnen und Experten sowie anschauliche Live-Formate laden dazu ein, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, warum Kunstschutz alle angeht. In interaktiven Aktionen wird deutlich, wie fragil Originale sind – und wie jede und jeder dazu beitragen kann, sie zu erhalten.
Die Ausschreibung für den "KPM Karl Peter Muller-Preis 2026" startet während der art karlsruhe. Ausgezeichnet werden Projekte, die Kunstnachlässe sichtbar machen und so langfristig für kommende Generationen sichern. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird ergänzt durch fachliche Beratung und eine öffentliche Präsentation.