Unter dem Titel „Bewegung wirkt! Geling-Faktoren für einen aktiven Alltag in Karlsruhe“ trafen sich am 7. Oktober 2026 Fachleute aus Politik, Gesundheitswesen, Soziales, Bildung, Stadtverwaltung, Forschung und Ehrenamt in Karlsruhe.
Wie wichtig Bewegung und Alltagsmobilität sind, betonte Erste Bürgermeisterin Bettina Lisbach in ihrem Grußwort: „Wenn wir Bewegung und Alltagsmobilität aktiv fördern, investieren wir nicht nur in Gesundheit und körperliche Fitness. Wir stärken gleichzeitig viele andere Ressourcen, die uns helfen, mit Belastungen und Krisen besser umzugehen: Bewegung in Gemeinschaft stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Aktive Mobilität zu Fuß oder mit dem Fahrrad kommt dem Klimaschutz zugute. Stadtbegrünung macht Lust auf Bewegung im Freien und fördert ein gesundes Stadtklima.“
Zwei Impulsvorträge aus der Wissenschaft
Zwei Impulsvorträge aus der Wissenschaft veranschaulichten dies zum Start in die Konferenz: Bewegung ist neben der Vermeidung von körperlichen Erkrankungen auch eine wichtige Ressource für die psychische Gesundheit. Sport und Bewegung können unter anderem Stress abbauen, Selbstwirksamkeit stärken und soziale Kontakte ermöglichen. Gerade bei Kindern und Jugendlichen sind körperliches und seelisches Wohlbefinden eng miteinander verbunden.
Im Rahmen der Konferenz ging es somit weniger um die Frage „Was fehlt uns?“, als vielmehr um die Fragen „Was funktioniert in Karlsruhe bereits gut?“, „Wie können wir Ideen gemeinsam weiterentwickeln?“ und „Wie erfahren noch mehr Menschen von den vielen Angeboten?“.
Antworten gaben im Anschluss Fachforen, die verschiedene Aspekte der Bewegungsförderung sowie die Passgenauigkeit für unterschiedliche Altersgruppen in den Blick nahmen. So wurde diskutiert, wie Kinder mehr Bewegung in ihren Alltag bringen können, vulnerable Gruppen besser erreicht, der Fuß- und Radverkehr weiter gestärkt werden kann und welche Argumente für eine aktive und mobile Stadt sprechen.
Eine Posterausstellung zu Karlsruher Projekten und Initiativen zeigte, wie vielfältig Bewegung bereits gelebt und gefördert wird. In der Kommunalen Gesundheitskonferenz entstanden verschiedene Ideen zum Ausbau der bestehenden Ansätze in Karlsruhe. Nun gilt es, daran anzuknüpfen, denn ein bewegungsfreundliches Karlsruhe entwickelt sich dadurch, dass viele gemeinsam an diesem Ziel arbeiten.