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Wissenschaft hautnah

KIT im Rathaus im Januar 2024 ermöglicht Einblicke in Digitalisierung und KI in der Medizin

Studierende und Doktoranten nehmen in der Ausstellung im Rathausfoyer einen 3D-Bio-Drucker genauer unter die Lupe. Studierende und Doktoranten nehmen in der Ausstellung im Rathausfoyer einen 3D-Bio-Drucker genauer unter die Lupe. © Volker Knopf

Wissenschaft transparent und anschaulich zu vermitteln, das ist die Intention der Reihe KIT im Rathaus. Dort präsentiert das Karlsruher Institut für Technologie pro Semester eines seiner Zentren mit seiner Forschungsarbeit.

Dass dieses Konzept bestens aufgeht, bewies unlängst der voll besetzte Bürgersaal. Dieses Mal stand das spannende wie komplexe Thema „Gesundheit der Zukunft – Gesellschaft und Medizintechnik im Wandel“ im Fokus. Um im Kontext der Digitalisierung einen nachhaltigen Fortschritt zum Erhalt der Gesundheit zu erreichen, ist die verstärkte Zusammenarbeit von Ärzten, Bürgerinnen und Bürgern sowie Forschenden gefragt. Das 2023 gegründete KIT-Zentrum „Health Technologies“ fördert wiederum den Strukturwandel durch Zusammenarbeit unterschiedlicher Disziplinen mit dem Ziel, digitale und technologische Lösungen für Medizinprodukte zu entwickeln.

So erfuhr das Auditorium, wie eine Gesundheitsversorgung durch Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen (ML) gelingen kann. „Wir freuen uns, hier eine Plattform für gesellschaftlich relevante Wissenschaftsthemen zu bieten. Gerade die Digitalisierung wird eine eminent wichtige Rolle in der Zukunft unseres Gesundheitssystems spielen“, so Bürgermeister Dr. Albert Käuflein.

Bürgermeister Dr. Albert Käuflein (links) mit den Rednerinnen und Rednern der Veranstaltung "KIT im Rathaus" im Januar 2024.

Prof. Dr. Oliver Kraft, Vize-Präsident für Forschung am KIT, plädierte dafür, bei der Gesundheitstechnologie die Kräfte zu bündeln. Gerade der Südwesten sei in diesem Segment gut aufgestellt, um als Treiber für dieses „next big thing“ zu agieren. Ein Stichwort sei beispielsweise personalisierte Medizin, beispielsweise in der individualisierten Therapie von Krebserkrankungen.

Prof. Dr. Ute Schepers, Sprecherin des KIT-Zentrums „Health Technologies“, sprach darüber, durch Innovation die Gesundheit und Lebensqualität zu verbessern. „Wir möchten den medizinischen Fortschritt zügig zu den Menschen bringen“, so Schepers. Forschungsfelder seien Technologien für die Präzisionsmedizin oder die individualisierte Versorgung.

Transparent beschrieb Prof. Dr. Olaf Dössel die Möglichkeiten von KI und ML – sei es beim Mammographie-Screening oder bei der Klassifikation von Vorhofflattern. KI könne den Hausarzt in seinen Aufgaben bei Therapie oder Diagnoseauswahl unterstützen. Der Experte streifte viele Themen, unter anderem ethische Aspekte.

Dr. Claudia Niessner (Institut für Sportwissenschaft) berichtete von einem datengetriebenen Blick in die Bewegungs- und Gesundheitsforschung anhand einer Motorik-Modul-Studie sowie dem Projekt Fitnessbarometer. Dabei seien sportmotorische Tests mit Kindern durchgeführt worden. Im Kontext der „bewegungsarmen Gesellschaft“ bestehe hier dringender Handlungsbedarf.

Über das Reallabor „Routine“ des Forschungszentrums Informatik sprach Dipl.-Ing. Christoph Zimmermann. Vom automatisch generierten Ärztebrief bis zur Hautkrebsfrüherkennung – „KI hat das Potential das Gesundheitswesen nachhaltig zu verändern“ , so Zimmermann.

Dieser Artikel erschien in der StadtZeitung Nr. 5 am 2. Februar 2024. Alle Inhalte sind urheberrechtlich geschützt und nur nach Anfrage weiterverwendbar.

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