Im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen wurde unter dem Vorsitz von Bürgermeister Dr. Albert Käuflein ein Sachstandsbericht zur Taubenbekämpfung in Karlsruhe vorgestellt. Der Gemeinderat hatte 2018 die Fortführung des sogenannten „Augsburger Modells“ zur Regulierung der Stadttaubenpopulation beschlossen. Das tierschutzgerechte Konzept sieht Taubenschläge mit kontrollierter Fütterung und dem Austausch der Taubeneier durch Gipsattrappen vor.
Dadurch sollen die Tauben an Orte gebunden und ihre Fortpflanzung begrenzt werden. Die Taubenschläge – etwa am Schloss, in der Weststadt, beim Schul- und Sportamt und an der Heinrich-Meidinger-Schule – werden vom Stadttaubenkonzept Karlsruhe e.V. durch ehrenamtliche Helfer betreut. Die Firma Bioplan, die eine Studie in Karlsruhe durchführte, erfasste zwischen Oktober 2019 und September 2024 den Bestand sowohl in den Taubenschlägen als auch an Europaplatz, Kronenplatz und Ostringbrücke. Insgesamt habe die Population moderat abgenommen, erklärte der Leiter des Ordnungs- und Bürgeramts, Maximilian Lipp, das Modell sei jedoch nicht ausreichend.
Zusätzlich müsse das Fütterungsverbot konsequent eingehalten werden. Durch Schilder und Flyer plane die Stadt, die Bevölkerung sensibilisieren. Verstöße soll der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) ahnden. Ein weiterer Taubenschlag etwa auf dem Kronenplatz sei sinnvoll, erklärte Käuflein und erinnerte an eine Führung beim benachbarten KIT, wo ein Taubenschlag das Universitätsgelände frei von Tauben gehalten habe. Ein Platz sei im Zuge der Jubez-Sanierung bereits vorgesehen, der Taubenschlag koste jedoch 50.000 Euro, was erst bei besserer Haushaltslage umsetzbar sei. -nke-