Die Stadt Karlsruhe war Gastgeberin der diesjährigen Frühjahrstagung der Arbeitsgemeinschaft Integration zugewanderter Menschen des Städtetages Baden-Württemberg. Vom 19. bis 20. Mai kamen über 90 Vertreterinnen und Vertreter aus Städten in ganz Baden-Württemberg im neuen Entrée des Badischen Staatstheaters zusammen, um sich zu vernetzen und aktuelle kommunale Integrationsthemen zu diskutieren.
Dabei wurde deutlich: Die kommunale Integrationsarbeit ist mit stetig zunehmenden Herausforderungen konfrontiert. Um die Bedeutung der kommunalen Integrationsarbeit in den Städten in Baden-Württemberg zu unterstreichen, hat die Arbeitsgemeinschaft ein Positionspapier veröffentlicht.
Daniel Rapp, Referent beim Städtetag Baden-Württemberg, erklärt: „Die kommunale Integrationsarbeit 120 KB (PDF) trägt entscheidend zu einer nachhaltigen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung, zur Fachkräftesicherung und zum sozialen Zusammenhalt bei. Hierfür braucht es auch künftig ein gemeinsames Verantwortungsverständnis von Bund, Land und Kommunen sowie verlässliche Rahmenbedingungen, bspw. bei Finanzierungsmechanismen und der Gestaltung von Förderprogrammen.“
Schutz von Demokratie angemahnt
Bürgermeister Dr. Martin Lenz, Kopf des Dezernats 3, zuständig für Jugend und Eltern, Soziales, Bäder, Schulen, Sport und Migrationsfragen mahnte in seiner Begrüßung zum Schutz von Demokratie und Grundwerten in einer gespaltenen Gesellschaft. Einen thematischen Schwerpunkt setzte die Integrationsbeauftragte und Leiterin des Büros für Integration der Stadt Karlsruhe, Meri Uhlig, in ihrem Impulsvortrag „Wehret den Anfängen“.
Im Zentrum stand die Beobachtung, dass Migration weltweit zunehmend als politischer Kampfbegriff genutzt wird und die Demokratie unter Beschuss gerät. „Wir haben mittlerweile tiefgreifende Risse in der demokratischen politischen Ordnung. Wir sind zu selbstverständlich mit unserer Verfassung umgegangen. Nun müssen wir an all unseren Stellen dafür eintreten.“