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Götterbaum: Invasive Pflanze muss entfernt werden

Stadt geht gegen Götterbaumbewuchs an Linie S1/ S11 vor

Götterbaumaufwuchs an der Haltestelle August-Bebel-Straße An der Haltestelle August-Bebel-Straße hat sich der Götterbaum verbreitet. © Stadt Karlsruhe, Umwelt- und Arbeitsschutz

Der Götterbaum kommt ursprünglich aus Asien und wurde früher als anspruchsloser Straßenbaum gerne auf Grünflächen gepflanzt. Mittlerweile ist eine invasive Ausbreitung der Sämlinge von Ailanthus altissima, so der botanische Name des Götterbaums, in ganz Karlsruhe zu beobachten. An der Böschung im Bereich um die Haltestelle August-Bebel-Straße muss er nun gefällt werden.

In einem Schutzgebiet wie dem Naturschutz- und Natura 2000-Gebiet „Alter Flugplatz Karlsruhe“, welches aufgrund seiner großflächigen Sand-Magerrasen in Baden-Württemberg einzigartig ist, stellt der massive Götterbaumaufwuchs ein großes Problem dar. Der Götterbaum überwuchert die heimischen Arten und verdrängt sie hierdurch. Neben zahlreichen Einzelpflanzen haben sich bereits an mehreren Stellen, vor allem im Norden des Flugplatzes, großflächige Bestände gebildet.

Bekämpfung ist vorgeschrieben

Der Götterbaum steht auf der EU-Liste der invasiven gebietsfremden Arten, die nicht vorsätzlich in das Gebiet der EU verbracht werden dürfen. Außerdem muss er durch geeignete Managementmaßnahmen beseitigt beziehungsweise eingedämmt werden. Daher hat die Stadt Karlsruhe vergangenes Jahr im Umfeld des „Alten Flugplatzes“ begonnen, weibliche, samentragende Götterbäume nach und nach zu fällen, um einen weiteren Eintrag von Samen in das Schutzgebiet zu mindern.

Die Samen haben sich bis in die Bahnböschung der Linie S1/ S11 westlich des Alten Flugplatzes verbreitet. Besonders betroffen ist der Abschnitt um die Haltestelle August-Bebel-Straße. Aufgrund der Lage unmittelbar westlich des Naturschutzgebietes, müssen diese Bestände schnellstmöglich entfernt werden.

Rodung während Sperrung der Bahnlinie

Das ist eine schwierige Aufgabe, denn der Götterbaum reagiert auf Abschneiden mit zahlreichen Neuausschlägen. Etwa fünf Mal pro Jahr müssten die Gehölze nachgepflegt werden. Ein Aufwand, der in der Straßenbahnböschung nicht umsetzbar ist. Am effektivsten ist es, die Pflanzen mitsamt der Wurzel auszugraben. Die von den Verkehrsbetrieben ohnehin geplante Sperrung vom 29. Mai bis 20. Juni 2025 soll genutzt werden, um die Götterbaumbestände dort erst zu roden und anschließend auszubaggern.

Da die Maßnahme nur innerhalb einer Vollsperrung der Bahnlinie stattfinden kann, ist eine Durchführung innerhalb der Vogelbrutzeit nicht vermeidbar. Es werden umfassende Maßnahmen ergriffen, um eine Beeinträchtigung von Brutvögeln zu verhindern. Eine ökologische Baubegleitung wird die Maßnahme betreuen und die Bereiche vor Beginn der Arbeiten mehrmals nach Nestern absuchen.

Bei Fragen zu der Maßnahme steht der Umwelt- und Arbeitsschutz der Stadt Karlsruhe per oder telefonisch unter 0721/ 133-3101 zur Verfügung.

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