Im Zoo Karlsruhe ist am Sonntag, 15. September 2024 eine Netzgiraffe geboren worden. Das Jungtier kam am frühen Morgen zur Welt. Für die Giraffenkuh Wahia ist es bereits das dritte Mal, dass sie Nachwuchs hat. In Karlsruhe ist es die erste Giraffengeburt seit 2015. Damals hatte ebenfalls Wahia Nachwuchs.
"Wir freuen uns riesig, dass wir jetzt eine junge Giraffe haben. Es ist einfach etwas ganz Besonderes – und für mich als Zoodirektor der erste Giraffennachwuchs überhaupt. Das ist auch für mich persönlich sehr aufregend", sagt Dr. Matthias Reinschmidt.
Beim Umbau der Afrikasavannen-Anlage waren die ursprünglich drei Karlsruher Giraffen in den Opel Zoo Kronberg ausgelagert worden, um sie nicht zu großem Stress durch den Baubetrieb auszusetzen. Für die gut einjährige Einstellung der Tiere erhält der Zoo im Taunus eines der drei Tiere dauerhaft, die anderen beiden kamen im Sommer 2023 ins Badische zurück.
In Kronberg wurden die drei Weibchen zuvor jedoch für mehr als zwei Monate mit dem Bullen Timon zusammengelassen. Dass diese Zusammenführung erfolgreich war, konnte im Frühjahr durch Hormonbestimmungen in Kotproben bei Wahia bestätigt werden. Die Trächtigkeit dauert bei Giraffen rund 15 Monate, wobei es auch Abweichungen geben kann.
"Es sind Wildtiere, die normalerweise keine Hilfe des Menschen bei der Geburt benötigen. Wir haben jedoch versucht, die Parameter in der Umgebung positiv zu beeinflussen", erläutert Zootierarzt Dr. Lukas Reese. Dazu gehört das Abtrennen von den Zebras, die einer neugeborenen Giraffe in den ersten Lebensstunden durchaus gefährlich werden können, oder das Einbringen einer dicken Strohschicht im Innengehege, da die Jungtiere im Stehen geboren werden und aus fast zwei Metern Höhe auf den Boden plumpsen.