Eine Stiftung als Kompetenzzentrum für Förderung und Verbundenheit mit der Stadt: Bei einem Pressetermin am 14. Oktober 2025 wurde die neu gegründete Karlsruhe-Stiftung erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Erste Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz – als Vertreterin der Stifterin, der Stadt Karlsruhe, sowie der dreiköpfige Vorstand und die Geschäftsführerin der Karlsruhe-Stiftung, Anna Weißhaar, präsentierten im Zoologischen Stadtgarten das Konzept der Karlsruhe-Stiftung und pflanzten zu diesem Anlass symbolisch einen Baum – als Zeichen für Wachstum und nachhaltiges Wirken. Der Mammutbaum wurde dabei bewusst gewählt – zählt er doch zu den langlebigsten Bäumen der Welt: Er kann über 2.000 Jahre alt, bis über 100 Meter hoch werden und er leistet einen wertvollen Beitrag zum Klima, da er große Mengen an Kohlendioxid speichern kann.
Die Stiftung als Plattform für bürgerschaftliches Engagement
Auslöser und Anlass für die Gründung einer eigenen rechtsfähigen Stiftung waren und sind die zahlreichen Anfragen der Karlsruher Bürgerinnen und Bürger, die sich bereits seit Mitte der 1990er-Jahre immer wieder mit konkreten Anfragen an die Stadt wenden: Es geht dabei um Anfragen, wie mit Spenden, Vermächtnissen oder Nachlässen konkrete Vorhaben der Stadt oder städtische Einrichtungen unterstützt werden können. Bereits seit 2015 hat die Stadt mit einer Projektgruppe reagiert und berät bei konkreten Anfragen. Die Stiftung will nun bestehende Prozesse weiter professionalisieren, bürgerschaftliches Engagement noch leichter ermöglichen und besser sichtbar machen.
„Die Karlsruhe-Stiftung setzt ein starkes Signal für das Wir-Gefühl in der Stadt“, betont Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup. „Mit ihr wollen wir uns als Stadtgesellschaft für Chancengerechtigkeit, Bildungsgerechtigkeit und die Partizipation aller sozialer Gruppen in Karlsruhe einsetzen, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.“ Als Plattform für bürgerschaftliches Engagement bringt die Karlsruhe-Stiftung Menschen, Ideen und Ressourcen zusammen und fördert unter dem Leitgedanken „Gemeinsam Zukunft stiften“ lokale Projekte für ein lebendiges Miteinander in Karlsruhe.
Um ihre Ziele zu verwirklichen, wird die Karlsruhe-Stiftung sowohl Bürgerinnen und Bürger als auch Wirtschaftsunternehmen und andere Institutionen in Karlsruhe aktiv dazu anregen, die Stiftungsarbeit durch Spenden, Zustiftungen oder andere Formen des Engagements zu unterstützen. „Es ist ein sehr demokratisches Stiftungsmodell“, erläutert Anna Weißhaar. „Es ermöglicht allen, ob mit großen oder kleinen Beträgen, ihre besondere Verbundenheit mit unserer Stadt zu zeigen und das lokale Gemeinwesen direkt und nachhaltig mitzugestalten.“
Wie die Karlsruhe-Stiftung arbeitet
Die Karlsruhe-Stiftung ist zum einen wie der symbolische Mammutbaum und zum anderen wie andere rechtlich selbstständige Stiftungen auf Ewigkeit angelegt. Die Karlsruhe-Stiftung startet erst einmal nicht als klassische Förderstiftung, die mit ihren Erträgen gemeinnützige Vorhaben finanziell unterstützt. Sie verfolgt bewusst einen anderen, einen partizipativen Ansatz: Ausgestattet mit einem Stiftungsvermögen von 250.000 Euro, betreibt die Karlsruhe-Stiftung klassisches Fundraising, um ihre Stiftungsarbeit zu ermöglichen. Ziel der Stiftung ist es, lokale Projekte in den Bereichen Bildung, Kinder und Jugendliche, soziale Teilhabe, Sport und Bewegung sowie Natur- und Umweltschutz zu fördern.
Eine sichtbare Verbundenheit mit Karlsruhe
Bereits zum 310. Stadtgeburtstag am 17. Juni 2025 wurde die Karlsruhe-Stiftung gegründet. Zum dreiköpfigen Vorstand zählen als Vorsitzender Torsten Dollinger, Stadtkämmerer der Stadt Karlsruhe, als stellvertretender Vorsitzender Faris Abbas, Referent im Sozialdezernat und Pascal Rastetter, Geschäftsführer der KTG Karlsruhe Tourismus GmbH. Seit Juni ist die Geschäftsführerin, Anna Weißhaar, mit dem Aufbau der Stiftung betraut: Von der Bankkonto-Eröffnung über die Entwicklung eines eigenen Erscheinungsbilds samt Website und Printmedien sowie dem Fundraising- und Förderwesen-Konzept. Das Stiftungslogo beinhaltet das Schloss und verortet somit Karlsruhe als Wirkungsort - wer genau hinsieht, kann auch die integrierte Pyramide entdecken. Auf der Website können bereits heute Online-Spenden getätigt werden und ab dem Frühjahr 2026 können steuerbegünstigte Institutionen in Karlsruhe Anträge für eine Förderung stellen.
Aufruf zur 300.000-Euro-Challenge
Mit der offiziellen Vorstellung der Karlsruhe-Stiftung appellierte Erste Bürgermeisterin Luczak-Schwarz an die Bürgerinnen und Bürger: „Mit der Stiftung wollen wir schnell und unbürokratisch helfen und keine Zeit verlieren. Um genügend Startkapital für die ersten Aktionen zu erhalten, rufen wir unsere Karlsruherinnen und Karlsruher zu einer Challenge auf: Wenn in den ersten 100 Tagen ab heute jede und jeder Einzelne jeweils nur einen Euro spendet, kommen wir gemeinsam auf eine Summe von über 300.000 Euro.“
Konto der Karlsruhe-Stiftung: IBAN DE56 6005 0101 0405 9237 75