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Früherer Mähzeitpunkt als Reaktion auf den Klimawandel

Bereits ab Mitte Mai werden artenreiche Wiesen gemäht

Hochgewachsene Glatthaferwiese Durch einen früheren Pflegeschnitt werden dominante Gräser zurückgedrängt. © Stadt Karlsruhe, GBA, Angelika Elsener

Der Klimawandel verändert zunehmend die Vegetationsbedingungen auf heimischen Wiesen. Was lange als bewährte Praxis galt, muss heute angepasst werden: Artenreiche Blumenwiesen werden künftig früher im Jahr gemäht, um ihre biologische Vielfalt zu erhalten. Traditionell erfolgte die Mahd von Trocken- und Frischwiesen erst ab Mitte Juni, Nasswiesen sogar noch später. Ziel war es, den Blütenpflanzen genügend Zeit zur Aussamung zu geben und so die Artenvielfalt zu erhalten. Die klimatischen Veränderungen der vergangenen Jahre stellen diese Praxis jedoch zunehmend infrage.

Wiesen wachsen schneller

Mildere Winter und früh einsetzende warme Frühjahrsphasen führen dazu, dass Wiesenvegetation deutlich schneller wächst. Innerhalb weniger Wochen entwickeln sich dichte, hochgewachsene Grasbestände. Diese dominieren zunehmend die Flächen und entziehen keimenden Blütenpflanzen Licht und Nährstoffe. Besonders betroffen sind Glatthaferwiesen, bei denen durch das starke Wachstum die Artenvielfalt besonders gefährdet ist.

Als Reaktion auf diese Entwicklung hat das Gartenbauamt der Stadt Karlsruhe bereits im Jahr 2024 den ersten Mähzeitpunkt für extensive Wiesen von Juni auf Mitte Mai vorverlegt. Durch diesen frühen Pflegeschnitt werden die dominanten Gräser zurückgedrängt. Dies schafft bessere Lichtverhältnisse für Blütenpflanzen, sodass diese nachwachsen und sich erfolgreich aussamen können.

Mit der Anpassung der Pflegekonzepte reagiert die Stadt Karlsruhe auf die veränderten klimatischen Bedingungen und leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt im urbanen Raum.

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