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Entwicklung in Oberreut

Nach fünf Jahren: Monitoring des Stadtteilentwicklungskonzepts im Gemeinderat

neue  zweifach-Dreifeldsporthalle , Außenansicht Die neue Doppel-Sporthalle an der Sophie-Scholl-Realschule ist seit den Osterferien 2026 in Betrieb. © Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin

2021 beschloss der Gemeinderat das Stadtteilentwicklungskonzept (STEK) Oberreut,. Der aktuelle Stand wurde dem Gremium im September nun zur Kenntnis vorgelegt. 

Demnach wurden viele der geplanten Maßnahmen umgesetzt oder begonnen – darunter die Stärkung der sozialen Strukturen etwa durch ehrenamtliche Angebote. Dazu zählen laut Verwaltung das „Café-O“ sowie der Mittagstisch im neu gegründeten Sozial-Kulturellen Zentrum Oberreut (SKO), wo auch weitere soziale Maßnahmen angeboten werden. Zur Verbesserung der Lebensqualität gibt es unter anderem jetzt Stadtteilfeste.

Kooperationen bei Jugendarbeit wurden erfolgreich fortgeführt, heißt es. Auch erste Maßnahmen im Klimaschutz seien in Oberreut umgesetzt worden. Ein Großteil der Waldwege wurde instandgesetzt, Bürgeraktionen wie Pflanz- und Müllsammelaktionen fanden statt. Zudem wurden neue Fahrradabstellanlagen geschaffen und die Unfallstelle an der Wilhelm-Leuschner-Straße durch eine Signalanlage entschärft.

Auch den Sportangeboten in Oberreut kommt das STEK zugute. So wurde etwa der Bolzplatz an der Albert-Braun-Straße saniert und eine Calisthenics-Anlage errichtet. Ein weiterer Boldplatz wurde an der Johestraße  gebaut. Die neue Doppel-Sporthalle am Schulzentrum Oberreut ist seit den Osterferien in Betrieb.

Dazu wurden mehrere Spielplätze saniert und die Radinfrastruktur im Stadtteil verbessert. Zur Verbesserung der medizinischen Versorgung bemüht sich die Verwaltung mit anderen Institutionen um die Gewinnung hausärztlichen Nachwuchses, allerdings konnten bislang keine Praxisgründungen erreicht werden.

Der aktuelle Stand spreche insgesamt für einen Erfolg des STEK, so die Verwaltung, allerdings habe man nicht in allen Bereichen eine Verbesserung erreichen können. Auf Grundlage bisheriger Erkenntnisse soll die künftige Ausrichtung überprüft und weiterentwickelt werden. Anschließend soll dem Gemeinderat ein Vorschlag zur Ausgestaltung vorlegt werden.

Dr. Susanne Heynen (Grüne) erkannte die kontinuierliche Weiterentwicklung Oberreuts an, das sei vor allem dem bürgerschaftlichen Engagement zu verdanken. Auf letzteres verwies auch Anne Berghoff (Die Linke), jedoch dürfe sich die Stadt darauf nicht ausruhen. Als enttäuschend bezeichnete Berghoff das Ergebnis bei Gesundheits- und Nahverkehrsversorgung. Bedarfsgerechte Versorgung sei künftig die größte Herausforderung.

Tilman Pfannkuch (CDU) betonte, bei der Bürgerschaft entstünden Erwartungshaltungen, die man nicht bedienen könne, da die Arbeit der Stadt Zeit brauche. Mathias Tröndle (SPD) verwies auf das SKO als neuen Treffpunkt sowie die gelungene Umsetzung der Doppel-Sporthalle und die Calisthenics-Anlage. Größere bauliche Vorhaben wie die Umgestaltung des Julius-Leber-Platzes seien jedoch – ebenso wenig wie der Ausbau medizinischer Angebote – nicht umgesetzt worden. Das entstehe nur zusammen mit den Menschen vor Ort, dort solle man weiter ansetzen.

Gerade hinsichtlich mehr Sauberkeit habe nur eingeschränkt geholfen werden können, befand Dr. Paul Schmidt (AfD). Bei kriminalpräventiven Maßnahmen habe sich nichts zum Positiven verändert. Die Bilanz falle sehr offen und selbstkritisch aus, der Ressourcenaufwand stehe in einem ungünstigen Verhältnis zu den erzielten Ergebnissen, verwies Schmidt auf die Ausführungen in der Gremienvorlage. Generell sei es wichtig, das Ehrenamt weiterhin zu stärken. -nke-

Dieser Beitrag gehört zur StadtZeitung, die auch in gedruckter Form erscheint. Alle Ausgaben des ePapers sind digital verfügbar.

 

Mehr zu städtischen Themen und den Aktivitäten der Stadtverwaltung Karlsruhe unter www.karlsruhe.de/stadtzeitung

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