Karlsruhe ist Mitglied in der Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus („European Coalition of Cities against Racism“, ECCAR). Das Bündnis mit rund 140 Städten und Gemeinden wurde gegründet, um sich auf kommunaler Ebene gegen Rassismus einzusetzen. Dabei helfen soll ein Zehn-Punkte-Plan, der unter anderem die gezielte Unterstützung von Opfern, das Ausrichten Runder Tische zum Thema und die Stadt als vorbildlichen Arbeitgeber mit Chancengleichheit vorsieht.
Die Städte berichten regelmäßig über den eigenen Stand. Dazu hat Karlsruhe von der Koordinationsstelle in Heidelberg nun eine Beurteilung erhalten, die der Kulturausschuss in seiner Sitzung im November zur Kenntnis nahm. Darin gratulierte die Koordinierungsstelle zu bisher „erfolgreichen Bemühungen, Rassismus in und durch ihre Politik, Verwaltung und Maßnahmen zu verhindern und zu bekämpfen“.
Kulturamtsleiterin Dr. Dominika Szope erklärte, Karlsruhe sei das beste Beispiel für ein einmaliges Verfahren, bei dem ein Konzept mit der Zivilgesellschaft erarbeitet worden sei. Das Projekt laste derzeit allerdings auf zwei Personen im Kulturamt, was nicht ausreiche. Dabei gehe es etwa darum, Maßnahmen in der Personalstruktur anzustoßen, um eine ausgeglichene Repräsentanz der Bevölkerung zu erreichen.
Eine der größten Herausforderung des Personal- und Organisationsamts sei es, unterschiedliche Menschen darauf aufmerksam zu machen, sich bei der Stadtverwaltung zu bewerben. Zu den Maßnahmen gegen Rassismus fanden dieses Jahr zwei gut besuchte Runde Tische statt. Darüber hinaus sei bei den Themen Schule und Sport eine Bestandsaufnahme erfolgt, so Szope im Ausschuss. Für 2026 existiere ein Plan, das Projekt mit den bisherigen Ressourcen weiterzuführen, die Umsetzung sei angesichts der Sparmaßnahmen noch offen. -nke-
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