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Europäische Städtekoalition gegen Rassismus

Karlsruhe ist seit 2007 Mitglied in der Städtekoalition „European Coalition of Cities against Ra­cism“ (ECCAR). Das Bündnis basiert auf der Inter­na­tio­nalen Städte­ko­ali­tion gegen Rassismus (ICCAR), die 2004 als eine Initiative der UNESCO ins Leben gerufen wurde. Mit der Umsetzung des Zehn-Punkte-Aktionsplans setzt sich die Stadt für den Kampf gegen Rassismus, Diskri­mi­nie­rung und Fremden­feind­lich­keit ein.

Europäisches Netzwerk vereint

Die Inter­na­tio­nale Städte­ko­ali­tion gegen Rassismus (ICCAR) wurde 2004 als eine Initiative der UNESCO ins Leben gerufen mit dem Ziel, ein weltweites Netzwerk von Städten zu errichten, das sich ­ge­mein­sam und wirkungs­voll für den Kampf gegen Rassismus, Diskri­mi­nie­rung und Fremden­feind­lich­keit einsetzt. Um in der Arbeit den Eigen­hei­ten und Priori­tä­ten in den verschie­de­nen Re­gio­nen der Welt gerecht werden zu können, wurden regio­na­le ­Ko­ali­tio­nen mit eigenen Aktions­pro­gram­men gegründet, darun­ter auch eine europäi­sche, die European Coalition of Cities against Ra­cism (ECCAR). Am 1. August 2018 gehören 143 Städte, Gemein­den und Gebiets­kör­per­schaf­ten aus 23 europäi­schen Ländern sowie aus Israel der ECCAR an. Karlsruhe ist seit 2007 Mitglied der Städtekoalition. Von Beginn an bis 2025 vertrat das Kulturamt die Stadt im Lenkungsausschuss.

Der Zehn-Punkte-Aktions­plan der ECCAR im Einzelnen

1. Verstärkte Wachsam­keit gegen­über­ Ras­sis­mus
Aufbau eines Beobach­tungs- und Solida­ri­täts-Netzwerkes

2. Bewertung der örtlichen Situation und der kommu­na­len ­Maß­nah­men
Aufbau einer Daten­samm­lung, Formu­lie­rung erreich­ba­rer Ziele und Ent­wick­lung von Indika­to­ren, um die Wirkung der kommu­na­len ­Maß­nah­men bewerten zu können

3. Bessere Unter­stüt­zung für die Opfer von Rassismus und Dis­kri­mi­nie­rung
Unter­stüt­zung für die Opfer, damit sie sich künftig besser gegen Ras­sis­mus und Diskri­mi­nie­rung wehren können

4. Bessere Betei­li­gungs- und Infor­ma­ti­ons­mög­lich­kei­ten ­für die Bürger/in­nen
Bessere Infor­ma­tion der Bürge­rin­nen und Bürger über ihre Rechte und Pflichten, über Schutz­maß­nah­men und über Sanktionen für ras­sis­ti­sches Verhalten

5. Die Stadt als aktive Förderin gleicher Chan­cen

6. Die Stadt als Arbeit­ge­be­rin und Dienst­leis­te­rin
Die Stadt verpflich­tet sich, als Ar­beit­ge­be­rin und Dienst­leis­te­rin Chancen­gleich­heit und Gleich­be­rech­ti­gung zu gewähr­leis­ten und zu fördern.

7. Chancen­gleich­heit auf dem Woh­nungs­markt
Entwick­lung konkreter Maßnahmen zur Bekämpfung von Dis­kri­mi­nie­rung bei Vermitt­lung und Verkauf von Wohnungen

8. Bekämpfung von Rassismus und Diskri­mi­nie­rung durch­ ­Bil­dung und Erziehung
Entwick­lung von Maßnahmen gegen ungleiche Bildungs- und Er­zie­hungs­chan­cen; Förderung von Toleranz und inter­kul­tu­rel­ler ­Ver­stän­di­gung durch Bildung und Erziehung

9. Förderung der kultu­rel­len Vielfalt
Förderung der kultu­rel­len Vielfalt in den Kultur­pro­gram­men, im öf­fent­li­chen Raum und im städti­schen Leben

10. Rassis­ti­sche Gewalt­ta­ten und Kon­flikt­ma­na­ge­ment
Entwick­lung oder Unter­stüt­zung von Maßnahmen zum Umgang mit ras­sis­ti­schen Gewalt­ta­ten und Förderung des Konflikt­ma­na­ge­ments

Umsetzung in Karlsruhe

Engagiert gegen Rassismus

Die Mitgliedsstädte berichten dem Wissenschaftlichen Beirat der ECCAR regelmäßig über ihre Antirassismus- und Antidiskriminierungsbemühungen. In dem zuletzt im April 2025 vom Kulturamt erarbeiteten Bericht wurde vor allem die Arbeit des Runden Tisches Antirassismus und Antidiskriminierung (RT ARAD) ausführlich dargestellt. In seiner Bewertung gratuliert die ECCAR-Koordinationsstelle in Heidelberg der Stadt Karlsruhe zu bisher „erfolgreichen Bemühungen, Rassismus in und durch ihre Politik, Verwaltung und Maßnahmen zu verhindern und zu bekämpfen“. 

Bericht vom 1. Mai 2017 448 KB (PDF)
Bericht vom 29. April 2025 356 KB (PDF)
(Hinweis: Die deutsche Fassung basiert auf dem englischsprachigen Originalbericht und wurde mit DeepL übersetzt)

 

ECCAR im Gemeinderat

Der Gemein­de­rat stimmte in seiner ­Sit­zung am 25. Juli 2017 nach Vorbe­ra­tung im Kul­turaus­schuss dem Bericht einstimmig zu. Der Bericht bezieht ­sich auf die Situation, wie sie am 1. Mai 2017 bestand. Die nach ­die­sem Zeitpunkt erfolgten Entwick­lun­gen sind nicht er­fasst und in den Schluss­fol­ge­run­gen nicht berück­sich­tigt.

 

Generalkonferenz der ECCAR in Karlsruhe

Am 8. und 9. Oktober 2015 fand in Karlsruhe die General­kon­fe­renz ­der ECCAR statt. Die europäische Flüchtlingspolitik und die Situation der Flüchtlinge in Europa war Thema der 7. Generalkonferenz der Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus. Die Konferenz trug den Titel „Welcoming Cities - Keys for an anti-racist culture“.

Bericht über diese internationale Konferenz zum Thema „Willkommenskultur in den Städten“ 316 KB (PDF)

 

Aktiv in der Netzwerkarbeit

Die ECCAR-Arbeitsgruppen sind ein grundlegender Bestandteil der thematischen Arbeit des Netzwerks und unterstützen ein besseres gegenseitiges Verständnis. Sie geben der Koalition die Möglichkeit, von Synergien zu profitieren, indem sie den Austausch von Wissen und guten Praktiken zwischen den Mitgliedsstädten intensivieren. Aktuell bringt sich das Kulturamt in den ECCAR-Arbeitsgruppen gegen Antisemitismus und Antimuslimischen Rassismus ein und nimmt an den Tagungen der deutschsprachigen ECCAR-Städte teil. 

Kontakt

Kulturamt

Christoph Rapp

Kulturbüro Fachbereich 2

Karl-Friedrich-Straße 14 – 18

76133 Karlsruhe

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