Bereits zum vierten Mal in Folge konnte die Stadt Kinder und Jugendliche aus der ukrainischen Partnerstadt Winnyzja zum „Sommercamp“ einladen. Bei der Veranstaltung, die vom 26. August bis 4. September dauerte, waren 35 Schülerinnen und Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren dabei. Alle Teilnehmenden sind traumatisch vorbelastet, da ein Elternteil im Krieg verstarb, vermisst wird oder verletzt wurde.
Die Etablierung des Camps in den vergangenen Jahren zeige, dass sich Karlsruhe für Demokratie Freiheit und Frieden einsetze, so Bürgermeisterin Luczak-Schwarz bei einem Empfang. Der Gedanke der Veranstaltung bestand darin, den Kindern und Jugendlichen eine kurze Auszeit vom Kriegsgeschehen in der Heimat zu ermöglichen – und somit zumindest eine kurze Zeit lang Normalität. Luczak-Schwarz dankte den Organisatoren, Helfenden und Spendern. Die Veranstaltung wurde vom Stadtjugendausschuss, dem städtischen Hauptamt sowie dem Bildungsamt in Winnyzja organisiert. Das Konzept verbindet Erlebnispädagogik mit Sport, Spiel und kreativen Angeboten. Die Gäste verbrachten den ersten Teil in der Jugend- und Freizeitstätte des Stadtjugendausschusses in Baerenthal im Elsass, den zweiten Teil im Jugendgästehaus „Kettelerheim“. Dabei unternahm die Gruppe einzelne Tagesausflüge, etwa nach Baden-Baden und Heidelberg.
Aufgrund der angespannten Haushaltslage war das Projekt nur dank großzügiger Spenden in Höhe von 38.000 Euro möglich – es unterstützte unter anderem die BBBank Stiftung (18.000 Euro), der Rotary Clubs Karlsruhe (12.000 Euro), die Lions Clubs Karlsruhe (6.000 Euro) sowie die Hilfsorganisation Europe Prykhystok (1.170 Euro). Weitere 830 Euro kamen durch den Verkauf von ehemaligen Geschenken an OB Mentrup zustande. -nke-