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Ehrung für Urgestein der Stadtgesellschaft

Altbürgermeister Michael Obert erhält die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg

Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup bei der Verleihung der Staufermedaille an Michael Obert Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup bei der Verleihung der Staufermedaille an Michael Obert © Stadt Karlsruhe, Boris Burghardt

Sich selbst sieht Michael Obert als "ein in der Wolle gefärbter Badner". So war es folgerichtig, dass der gebürtige Karlsruher seine berufliche Laufbahn und seine zahlreichen ehrenamtlichen Aktivitäten in den Dienst der Fächerstadt stellte. "Karlsruhe ist für Dich nicht einfach nur ein Wohnort, Karlsruhe ist Heimat, Deine Heimat“, bestätigte auch Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup. Weil Obert sich „über viele Jahrzehnte hinweg mit großer Leidenschaft, Tatkraft und einem bemerkenswerten Maß an ehrenamtlichem Engagement für unsere Gesellschaft eingesetzt hat“, Mentrup weiter, erhielt er zur Anerkennung dafür nun die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg.

"Sichtbare Spuren hinterlassen" 

Gewürdigt wird damit insbesondere Oberts zehnjährige Tätigkeit als Baubürgermeister bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im September 2018. In dieser Zeit setzte habe er "die Entwicklung Karlsruhes an vielen Stellen entscheidend mitgeprägt und sichtbare Spuren hinterlassen", würdigte der OB. Als Beispiele nannte Mentrup die Entwicklung des Wohnquartiers Karlsruhe-Südost und des Kreativparks Alter Schlachthof sowie die Schaffung des Exotenhauses im Zoo. Aber auch die Förderung des Radverkehrs sei Michael Obert ein wichtiges Anliegen gewesen. So wirkte er beispielsweise viele Jahr als Vorstandsvorsitzender der 2010 gegründeten Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußgängerfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg (AGFK). Bis zu seinem "Seitenwechsel" auf die Bürgermeisterbank hatte der gebürtiger Oststädter bereits neun Jahre als Mitglied und Vorsitzender der FDP-Gemeinderatsfraktion die Kommunalpolitik mitgeprägt.

Passionierter Schauspieler und Büttenredner

Mit der Staufermedaille wird gleichzeitig auch Oberts gesellschaftliches Engagement gewürdigt. So ist der Jurist seit über drei Jahrzehnten als Schauspieler im Jakobus-Theater aktiv und sogar noch länger schon bei der Karnevalsgemeinschaft "Humoristika". Dort habe Obert als Büttenredner gezeigt, "dass politische Analyse und Humor durchaus gute Nachbarn sein können", bescheinigte der OB. Außerdem engagiert sich der 73-Jährige in vielen weiteren Verein wie dem KSC, dem Bürgerverein Oststadt, der Landesvereinigung "Baden in Europa" sowie dem Verband Region Karlsruhe. Auch dabei habe er eines nie aus den Augen verloren, betonte OB Mentrup: "Die Menschen und das Wohl unserer Stadt".

Entscheidende Rolle der AGFK

Im Rückblick auf seine berufliche Laufbahn nannte Obert die Gründung der AGFK und deren Aktivitäten als einen "entscheidenden Punkt" dafür, den Radverkehr in Karlsruhe und im Land voranzubringen. Das Ergebnis sind die seit Jahren guten Platzierungen Karlsruhes in der Spitzengruppe des ADFC-Fahrradklimatestes. Seit 2005 den Modal Split für den Radverkehr von 16 auf über 30 Prozent gebracht zu haben, sei ein großer Erfolg. Aber darauf sollte sich die Fächerstadt nicht ausruhen, denn "wenn du oben bist, wird die Luft dünn".

Konsensfindung angemahnt

Als "Elder Statesman" wolle er zwar keine Ratschläge erteilen, meinte Obert in seinen Dankesworten, doch treibe ihn eines um: "Ich wäre sehr dankbar, wenn wir wieder zu einem Konsens kämen". Da der öffentliche Raum begrenzt sei, bedürfe es einer sorgfältigen Abwägung. Sein Ratschlag laute daher, "geht raus und sprecht mit den Menschen, damit Karlsruhe schön und lebenswert bleibt". -eck- 

Dieser Beitrag gehört zur StadtZeitung, die auch in gedruckter Form erscheint. Alle Ausgaben des ePapers sind digital verfügbar.

 

Mehr zu städtischen Themen und den Aktivitäten der Stadtverwaltung Karlsruhe unter www.karlsruhe.de/stadtzeitung

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