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E-Ladeinfrastruktur: Langsam geht schneller

Ein weißes Elektroauto lädt an einer Ladestation. Ein weißes Elektroauto lädt an einer Ladestation. © Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmeiin

Der Gemeinderat hat das fortgeschriebene Rahmenkonzept für den Ausbau öffentlicher und öffentlich zugänglicher E-Ladeinfrastruktur beschlossen und die Verwaltung beauftragt, den Ausbau der Ladeinfrastruktur in diesem Sinne weiter zu verfolgen.

Die Fraktionen begrüßten zumeist, dass der Ausbau von E-Ladesäulen im öffentlichen Straßenraum voranschreitet und nun auch verstärkt Langsamladesäulen installiert werden. Denn zunächst hatte der Fokus beim Ausbau der Ladeinfrastruktur auf dem Schnelladen gelegen und der Ausbau kam nur langsam voran. Im vergangenen Jahr wurde das Rahmenkonzept fortgeschrieben und um AC-Ladestationen („Langsamladen“) ergänzt. Langsamladesäulen sind technologisch simpler, können schneller umgesetzt werden und kosten weniger. 

Christian Klinkhardt (Grüne) sagte im Gemeinderat: „Die Fortschreibung ist ein Schritt zur Entbürokratisierung“ und begrüßte den eingeschlagenen Weg. Tobias Bunk-Merkel (CDU) betonte, dass Elektromobilität die Zukunft sein wird und daher die entsprechende Infrastruktur muss schnell wachsen müsse. Aus Sicht der SPD sei der nun eingeschlagene Weg ein überfälliges Vorgehen, meinte Dr. Raphael Fechler. Für Oliver Schnell (AfD) blieben einige Fragen ungeklärt, unter anderem, wo der zusätzliche Strom herkommen solle. Dr. Stefan Noé (FDP/FW) sagte: „Es macht Sinn, die Bürgervereine zu beteiligen“, damit die Ladepunkte an für die Nutzenden günstig gelegenen Orten entstehen. Fabian Gaukel (Volt) freute sich, dass mit der Fortschreibung des Rahmenkonzepts viele Probleme gelöst wurden. Gerade das langsame Laden sei wichtig, weil Autos viel rumstehen würden. Michael Haug (KAL) betonte, dass die Akzeptanz in der Bevölkerung von einer engmaschigen Ladeinfrastruktur abhänge.

In Karlsruhe gibt es rund 480 öffentlich zugängliche Ladepunkte sowie 68 öffentliche Ladepunkte (Stand Juni). Diese befinden sich meist auf Parkplätzen von Supermärkten, in Tiefgaragen und Parkhäusern, aber auch auf öffentlichen Parkplätzen. Bis zum Jahr 2030 könnten laut städtischem Umwelt- und Arbeitsschutz noch runde 150 Ladepunkte pro Jahr hinzukommen. Damit Ladesäulenbetreiber im öffentlichen Straßenraum E-Ladestationen bauen können, können sie bei der Stadtverwaltung eine Sondergenehmigung über eine neue Onlineeingabemaske beantragen. Auf Basis eines Standortvorschlags des betreibenden Unternehmens und weiteren Angaben wird der Antrag geprüft. Wichtig ist, dass die Ladeinfrastruktur jederzeit für alle Bürgerinnen und Bürger zugänglich und nutzbar ist. Zudem prüft die Stadtverwaltung selbst geeignete Flächen für AC-Ladesäulen.

Die Verwaltung hat für jeden Karlsruher Stadtteil Ladepunktkontingente in einer Bedarfsanalyse berechnet. Zudem gibt es an öffentlichen Ladestationen nun eine Parkscheibenregelung: Wer sein Auto an einer AC-Station lädt, darf dort vier Stunden stehen. Diese Regelung gilt von acht bis 22 Uhr. Über Nacht dürfen Autos stehen bleiben. -gia-

 

Dieser Artikel erscheint in der StadtZeitung Nr. 40 am 2. Oktober 2025. Die Inhalte der StadtZeitung schon lesen, bevor sie im Briefkasten steckt: Im ePaper sind alle Ausgaben digital verfügbar.

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