Die Ernst-Reuter-Gemeinschaftsschule (ERS) in Karlsruhe ist im Rahmen der Deutschen Schulpreisverleihung 2025 von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit dem Themenpreis Demokratiebildung ausgezeichnet worden.
„Die ERS zeigt, wie Schule heute gelingt: persönlich zugewandt, konsequent lernwirksam und in echter Partnerschaft mit Kindern, Eltern und Stadtgesellschaft“, sagt Yvette Melchien, Bürgermeisterin und Schuldezernentin der Stadt Karlsruhe. „Diese Auszeichnung ehrt nicht nur ein herausragendes Kollegium, sondern eine ganze Schulgemeinschaft. Karlsruhe gratuliert sehr herzlich.“
Gelebte Demokratie zeigte sich bereits bei der Preisverleihung: Die ERS reiste mit einer Delegation an, die die Vielfalt des schulischen Alltags sichtbar macht – mit Elternvertretern, Hausmeister, Lehrerinnen, Schulbegleiterinnen und, vor allem, mit Schülerinnen. Sie stehen stellvertretend für ein Miteinander, in dem Verantwortung geteilt, Perspektiven ernst genommen und Entscheidungen transparent getroffen werden.
Schulleiter Micha Pallesche betont: „Wir vertrauen unseren Schülerinnen und Schülern, wir arbeiten im Team und wir lernen ständig dazu. Diese Auszeichnung gehört der gesamten ERS-Gemeinschaft – den Lernenden, den Lehrkräften, den Eltern, der Schulsozialarbeit und unseren vielen Partnerinnen und Partnern.“
Hartmut Allgaier, Leiter des Schul- und Sportamts, ordnet ein: „Die ERS steht für Schule als Lebensraum mit verlässlichem Ganztag, klugen Lernformaten und echter Mitbestimmung. Der Preis bestärkt uns als Schulträger: Investitionen in Qualität, Räume und Kooperationen zahlen sich aus. Sie sorgen für gelingende Bildungsbiografien und sicheren gesellschaftliche Teilhabe.“
Die ERS verbindet moderne Pädagogik mit klarer Haltung. Lernzeiten sind rhythmisiert, Projekte führen Kopf, Herz und Hand zusammen, und digitale Medien sind didaktisch durchdacht in den Unterricht eingebettet. Demokratiebildung ist kein Zusatz, sondern Alltag: Schülerinnen und Schüler gestalten ihren Lernweg mit, übernehmen Verantwortung in Gremien und erleben, wie aus Mitsprache Wirkung entsteht. Die Schule ist zudem offen ins Quartier: Kooperationen mit Kultur, Sport, Wirtschaft und Zivilgesellschaft erweitern den Lernort Schule weit über das Schulhaus hinaus.
Die Stadt Karlsruhe dankt der gesamten Schulgemeinschaft, den Partnern der Schule und den vielen Unterstützerinnen und Unterstützern. Die Auszeichnung wirkt als Rückenwind für die ERS und für die gesamte Karlsruher Bildungslandschaft. Sie ermutigt weitere Schulen, neue Wege zu gehen und im engen Schulterschluss mit Eltern, außerschulischen Partnern und dem Schulträger Unterricht mutig zu erproben und Räume, Zeiten sowie Rollen neu zu denken. So entstehen verlässliche Rahmenbedingungen für Qualität, Ganztag und digitale Infrastruktur, und es gibt Freiräume für pädagogische Experimente, aus denen nachhaltige Praxis wird. „Wir bleiben neugierig und mutig“, so Schulleiter Pallesche. „Der Preis ist kein Endpunkt, sondern ein Auftrag: Wir wollen weiterhin zeigen, wie gute Schule allen Kindern und Jugendlichen Türen öffnet.“