Menü
eService
Direkt zu
Suche

Der kürzeste Weg ist nicht immer der beste

Stadt beteiligt sich an der Aktion „Sicherer Schulweg“ / Auch "Elterntaxis" im Blick

Aktion zur Schulwegsicherheit 2025 Aktion zur Schulwegsicherheit vor der Eichelgartenschule in Rüppurr: In Zweiergruppen übte Polizeihauptkommissarin Stephanie Scheel mit den Grundschülern das sichere Queren des Rosenwegs. © Stadt Karlsruhe, PIA, Jochen Denker

Anders als im Märchen „Hase und Igel“ ging es am ersten Schultag nach den Sommerferien vor der Eichelgartenschule in Rüppurr nicht um ein Wettrennen. Ganz im Gegenteil: Die Schülerinnen und Schüler der Igelklasse und der Hasenklasse, allesamt Zweitklässler, erhielten von der Verkehrspolizeiinspektion des Polizeipräsidiums Karlsruhe praktische Nachhilfe zum Thema „Sicherer Schulweg“. Wie beobachte ich den Verkehr richtig, wie oft blicke ich in beide Fahrtrichtungen und wie überquere ich die Straße möglichst sicher? In Zweiergruppen übte Polizeihauptkommissarin Stephanie Scheel mit den Grundschülern das sichere Queren des Rosenwegs.

Aktion Schulwegsicherheit 2025

Verkehrsteilnehmer zur Rücksicht auffordern

„Wir wollen, dass Ihr sicher von zuhause zur Schule und von der Schule wieder zurück nach Hause kommt“, hatte Bürgermeister Dr. Albert Käuflein die Kinder zuvor begrüßt. Die Stadt Karlsruhe beteiligt sich auch in diesem Jahr an der Aktion „Sicherer Schulweg“ des Landes Baden-Württemberg. In Karlsruhe arbeitet das Ordnungs- und Bürgeramt dabei eng mit dem Polizeipräsidium zusammen. Ziel ist es, alle Verkehrsteilnehmer zur besonderen Rücksichtnahme gegenüber Schülerinnen und Schülern aufzufordern – gerade gegenüber den Schulanfängern. Man wolle nicht nur informieren und sensibilisieren, Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung würden auch geahndet, so Ordnungsbürgermeister Käuflein. „Wir stellen mobile Blitzanlagen dort auf, wo es darauf ankommt.“ Kontrolliert werde vor allem die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit im Nahbereich von Schulen. Aber auch verbotswidriges Parken auf Geh- und Radwegen, an Kreuzungen, Bushaltestellen oder an Fußgängerüberwegen werde konsequent geahndet. Zwei Wochen lang verstärken die Verkehrsüberwachung des Ordnungsamtes und die Polizei daher gezielt die Kontrollen rund um Grundschulen und weiterführende Schulen.

Aktion zur Schulwegsicherheit 2025

Schulwegpläne helfen Eltern

Im Blick habe man auch sogenannte „Elterntaxis“. Käuflein appelliert: Eltern sollten ihre Kinder dabei unterstützen, kurze Schulwege zu Fuß zu gehen, dies fördere deren Selbständigkeit und stärke ihre Kompetenzen im Straßenverkehr. Der Leiter der Verkehrspolizeiinspektion, Polizeidirektor Rainer Emig, rät Eltern, den Schulweg mit ihren Kindern mehrmals zu üben. Wer sich unsicher sei, welcher Schulweg der beste für sein Kind ist, findet auf karlsruhe.de hilfreiche Schulwegpläne. Mit dem Fahrrad zur Schule sollten Grundschüler frühestens nach dem Radfahrtraining, das in der 3. und 4. Klasse stattfindet, fahren. Auch den vermeintlichen „Kompromiss“ mit einem Tretroller sieht Rainer Emig kritisch: Enge Gehwege, kein Licht und schnelleres Tempo würden Risiken bergen. „Am besten ist der Schulweg zu Fuß“, ist der Verkehrsexperte überzeugt.

Dieser Artikel erscheint in der StadtZeitung Nr. 38/39 am 26. September 2025. Die Inhalte der StadtZeitung schon lesen, bevor sie im Briefkasten steckt: Im ePaper sind alle Ausgaben digital verfügbar.

-

Kopieren Kopieren Schreiben Schreiben