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Den Kindern wichtige Strukturen erhalten

Bereitschaftspflege feiert 30-jähriges Bestehen / Familien dringend gesucht / Respekt vor hohem Engagement

Jubiläum Bereitschaftspflege Engagement gewürdigt: Das Team des Pflegekinderdienstes aus der SJB mit Pflegeeltern und BM Lenz (r.) vor dem Zirkuszelt. © Volker Knopf

Unter dem Slogan „Zweites Zuhause dringend gesucht!“ wurde das Jubiläum 30 Jahre Bereitschaftspflege gefeiert. Der städtische Pflegekinderdienst lud Pflegefamilien in den Zirkus Maccaroni, um sie für ihren Einsatz zu ehren.

„Ich kann Ihnen nur meinen Riesenrespekt aussprechen. Sie helfen, den Kindern die so wichtige Strukturen zu erhalten“, sagte Bürgermeister Martin Lenz, der versprach, dass auch in Zeiten knapper Kassen das Budget für den Pflegekinderdienst nicht angetastet werde. ­Katrin Maranzano und ihr Team vom Pflegekinderdienst der Sozial- und Jugendbehörde stellten ihre Arbeit vor. Kinder von null bis sechs Jahren, die aufgrund von Krisensituationen respektive Kindeswohlgefährdung aus ihrer Familie herausgenommen werden müssen, werden in Bereitschaftspflegefamilien aufgenommen. „Alle Pflegepersonen leisten einen wertvollen Beitrag im Kinderschutz. Wir ­suchen ständig weitere Familien, die Kinder in Krisensituationen aufnehmen“, so der Appell von ­Maranzano.

Für Kinder in Not da sein

Pflegefamilien, die ein Kind aufnehmen, können überaus vielfältig sein. Paare sind ebenso angesprochen wie alleinstehende Personen, gleichgeschlechtliche Partnerschaften, Regenbogen- und Patchworkfamilien oder die „klassische“ Familie. Wichtige Basis sei die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit der Herkunftsfamilie und dem Jugendamt. Das finanzielle Auskommen solle auch ohne Einbeziehung des Pflegegeldes sichergestellt sein. Zudem soll die Wohnung so groß sein, dass keine beengte Situation entsteht. Die Stadt wiederum bietet eine monatliche finanzielle Vergütung, ebenso Zuschüsse zur Altersvorsorge sowie kontinuierliche Beratung und Qualifizierung.

Auch zwei Frauen, die seit vielen Jahren Kinder in Not temporär aufnahmen und anonym bleiben wollten, kamen zu Wort. Sie berichteten aus ihrem Alltag. Dazu gehöre, wie schwer es sei, ein Kind wieder abzugeben, ebenso wie die Freude, wenn die Herkunftseltern wieder stabil genug zur Aufnahme seien. Oft gebe es einen Hintergrund mit Alkohol- oder Drogenmissbrauch. Rund ein Drittel der Kinder kämen wieder zurück zu den leiblichen Eltern. Aktuell leisten 115 Familien Vollzeit-, 17 Bereitschaftspflege. Viel Lob für das Engagement der Eltern gab es auch von Jonas Nees, Fachbereichsleitung Jugendhilfe und soziale Dienste der Jugendbehörde.

Kontakt: Pflegekinderdienst, Telefon 0721 133-5115.

Dieser Artikel erschien in der StadtZeitung Nr. 27 am 4. Juli 2025.

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Kontakt

Sozial- und Jugendbehörde

Pflegekinderdienst | Adoptionsfachstelle

Südendstraße 42
76137 Karlsruhe

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