Die Wohnraum-Kampagne "DACH GESUCHT!" macht ab November mit auffälliger Stadtbahnbeklebung auf sich aufmerksam. Gerade für Studierende, die neu nach Karlsruhe kommen, ist die Suche nach einer geeigneten Wohnung oder einem WG-Zimmer von höchster Priorität. Da dies besonders zum Semesteranfang im Herbst schwierig werden kann, machen das Wissenschaftsbüro der Stadt Karlsruhe und das Studierendenwerk Karlsruhe in Kooperation mit den Paritätischen Sozialdiensten sowie mit Unterstützung des baden-württembergischen Wissenschaftsministeriums alljährlich mit der Kampagne „DACH GESUCHT!“ auf die angespannte Wohnraumsituation aufmerksam.
Dach Gesucht! sensibilisiert für Problematik und bietet Unterstützung
„Oft fehlt lediglich der passende Anstoß, um freigewordenen Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn die eigenen Kinder aus dem Haus gezogen sind, oder wenn der leerstehende Dachboden oder Keller umgebaut werden könnte, sodass ein junger Mensch dort ein Dach über dem Kopf findet“, erklärt Erste Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz. Hier rege die Kampagne Bürgerinnen und Bürger zum Nachdenken und Umdenken an und biete gleichzeitig Unterstützung für die Betroffenen, so Luczak-Schwarz zur Zielsetzung der Kampagne. Seit Jahren sensibilisiert die Kampagne „DACH GESUCHT!“ erfolgreich mit öffentlichkeits- und medienwirksamen Maßnahmen für das Thema der Wohnraumknappheit. Sie ermutigt Wohnungsbesitzerinnen und Wohnungsbesitzer aktiv dazu, ungenutzten Wohnraum an Studierende und junge Menschen in Ausbildung zu vermieten.
Straßenbahn-Aktion „Wohnraum verbindet“
Vier Monate lang fährt die Stadtbahn im Design der Kampagne täglich durch das gesamte Stadtgebiet und bietet Anregungen sowie Hinweise zur Kontaktaufnahme für potentielle Vermieterinnen und Vermieter sowie wohnungssuchende Studierende. Sie zeigt zugleich auf, wie man dieser Problematik gemeinsam entgegenwirken kann und bringt Suchende und Anbietende zusammen.
„Wir sind stolz darauf, unsere jährliche Wohnraumkampagne ‘DACH GESUCHT!’ in Zusammenarbeit mit der Stadt Karlsruhe fortzusetzen. Sie ist ein wichtiger Schritt, um auf die dringende Notwendigkeit von Wohnraum für Studierende in Karlsruhe und Umgebung aufmerksam zu machen“, erläutert Michael Postert, Geschäftsführer des Studierendenwerks Karlsruhe. In diesem Jahr habe man sich entschieden, die Stadtbahnbeklebung der KVV als Werbemaßnahme zu nutzen, um die Sichtbarkeit deutlich zu erhöhen. „Wir sind uns bewusst, dass die aktuelle Wohnraumsituation für Studierende äußerst angespannt ist, insbesondere angesichts der steigenden Energiepreise. Unsere Kampagne zielt darauf ab, Vermieterinnen und Vermieter zu motivieren, an Studierende zu vermieten und so zur Lösung dieses Problems beizutragen. Wir stehen bereit, um Unterstützung und Beratung anzubieten. Es ist unsere Hoffnung, dass diese Kampagne dazu beiträgt, das Bewusstsein für diese dringende Angelegenheit zu schärfen und konkrete Lösungen anzubieten“, so Postert.
Projekt: Wohnen für Hilfe
Auch die Teilnahme an alternativen Wohnformen wird angeregt. Unter dem Motto „Wohnen für Hilfe – gemeinsam lebt sich’s besser“ helfen Wohnraumanbietende wohnungssuchenden Studierenden und bekommen im Gegenzug Unterstützungsleistungen zurück. Das gemeinsame Projekt der Paritätischen Sozialdienste und des Studierendenwerks Karlsruhe bietet eine Chance auf vielen Ebenen: Wohnraum wird sinnvoll und nachhaltig genutzt, die Wohnungsnot gemildert, und Generationen sowie Kulturen finden zueinander. Die Aktion steht unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup.
Die Fächerstadt zählt rund 40.000 Studierende an ihren neun Hochschulen. Zum Wintersemester suchen die Erstsemester auf dem ohnehin schon knappen Wohnungsmarkt eine Wohnung, eine WG oder ein Zimmer. Aktuell sind die Karlsruher Wohnheimplätze des Studierendenwerks alle vermietet. Es ist also bereits jetzt klar, dass die insgesamt 4.400 Plätze in Karlsruher Wohnheimen für die zahlreichen Erstsemester nicht ausreichen werden. Die Privatzimmervermittlung des Studierendenwerks, die pro Jahr noch zusätzlich etwa 3.000 Privatzimmer vermittelt, kommt zu Stoßzeiten schnell an ihre Grenzen.
Weitere Informationen zur Kampagne "DACH GESUCHT!" und den Aktionen finden Sie unter www.dachgesucht.de oder www.facebook.com/dachgesucht.