Mit dem Rollstuhl oder Kinderwagen schnell mal in die Stadt fahren – gar nicht so einfach, falls gerade der Aufzug einer Haltestelle im Stadtbahntunnel streiken sollte oder sich vor einem eine unerwartete Treppenstufe auftut. Welche Räumlichkeiten – etwa Cafés, Museen oder Räume im Rathaus – sind barrierefrei, sprich: ebenerdig oder über eine Rampe erreichbar? Wo sind Wickeltische, wo Behindertenparkplätze vorhanden – und sind letztere gerade frei? Die Zugangshürde wird Menschen mit Mobilitätseinschränkungen im Alltag permanent vor Augen geführt.
Ob ein Durchgang breit genug oder ein Gebäude stufenlos zugänglich ist, kann für viele entscheidend für die Wahrnehmung von Terminen oder kulturellen Angeboten. Um das Hoffen auf einen barrierefreien Zugang durch Wissen zu ersetzen, ist die Web-App „Karlsruhe barrierefrei" an den Start gegangen. Das Projekt ist eine Zusammenarbeit mehrerer Ämter und soll als digitale Orientierungshilfe dienen, um sich im Voraus informieren zu können. Aktuell sind dort 519 Orte in Karlsruhe mit entsprechenden Daten, darunter etwa Durchgangsbreiten, eingetragen. Auch ein Live-Monitor zur Funktion der Stadtbahntunnel-Aufzüge ist vorhanden.