"Wenn Schwalben am Haus brüten, geht das Glück nicht verloren" – einst wurden Schwalben hierzulande als Glückbringer und Beschützer des eigenen Hauses verehrt. Doch Schwalben schützen uns im Sommer auch vor Mücken- und Blattlausplagen. Zudem zeigen sie durch ihre Anwesenheit auf, dass sich die umgebende Natur noch in relativ gutem Zustand befindet, dass Nahrung und Nistmaterial vorhanden sind und grundlegende ökologische Prozesse funktionieren.
Leider werden Schwalben immer seltener in Europa, in Deutschland und auch in Karlsruhe. Die letzten Vorkommen in den dörflichen Randbereichen der Stadt, in Rheinnähe oder in den Höhenstadtteilen dünnen sich drastisch aus. Der Hauptgrund ist der zunehmende Verlust an geeigneten Nistmöglichkeiten.
Viele Nester werden heruntergeschlagen, weil die Hausbesitzerinnen und -besitzer sich am Kot stören, andere werden im Zuge von Renovierungen und Sanierungen beseitigt. Was viele nicht wissen: Das ist verboten und Menschen, die Nester (auch wenn die Schwalben nicht anwesend sind) ersatzlos entfernen, machen sich strafbar. Dabei gibt es Lösungen, wie Kotbrettchen, die die Fassaden schützen oder Kunstnester, die Renovierungen in geeigneten Zeiträumen ermöglichen. Der Umwelt- und Arbeitsschutz und der Naturschutzbund (NABU) beraten und helfen gerne.
Interessierte können für weitere Informationen über Mehlschwalben gerne mit dem Umwelt- und Arbeitsschutz, Fachbereich Ökologie, Kontakt aufnehmen (telefonisch unter 0721 133-3101, per Mail unter umwelt-arbeitsschutz(at)karlsruhe.de).