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City-Management neu aufgestellt: Drei für die Innenstadt

Erfolgreiche Bilanz von "City-Transformation" / Quartiersarbeit weiter stärken

Das Innenstadt-Team, hier mit OB Mentrup auf dem Marktplatz, be-steht aus Andreas Mangold, Ale-xander Zug und Dennis Fischer Das Innenstadt-Team, hier mit OB Mentrup auf dem Marktplatz, be-steht aus Andreas Mangold, Ale-xander Zug und Dennis Fischer © Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmellin

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Diese beliebte Fußballweisheit ließe sich auch auf die Karlsruher Innenstadt übertragen: Für das erfolgreiche Förderprojekt "City-Transformation" ertönte – ohne Verlängerung – der Schlusspfiff. Danach geht es weiter mit neuem Innenstadtmanagement und dafür wurde jetzt eigens ein frisch formiertes Team aufgestellt.

Unter zentraler Mailadresse 

Mit diesem Schritt "wollen wir deutlich machen, dass wir die Innenstadt als Gemeinschaftsaufgabe von uns allen betrachten", sagte Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup bei einem Pressetermin. In dem Team übernimmt Alexander Zug von der Wirtschaftsförderung die Betreuung von Eigentümern und Firmen. Andreas Mangold aus dem Amt für Stadtentwicklung kümmert sich vorrangig um das Quartiersmanagement, während Dennis Fischer von der KME Marketing-Maßnahmen und Events koordiniert. Um den Charakter einer zentralen Anlaufstelle zu stärken, sind alle drei gemeinsam unter innenstadt(at)karlsruhe.de erreichbar. Die Aufgabe des City-Managements auf mehrere Schultern zu verteilen, habe den Vorteil größerer Flexibilität. So lasse sich eine durchgehende Erreichbarkeit ebenso gewährleisten wie eine schnelle Verteilung von Themen in die verschiedenen Fachbereiche. Zudem soll das Team als Prozessgestalter auftreten.
 

Einkaufen in der Innenstadt

Sehr zugute komme dabei, dass in dem Förderprojekt "City-Transformation" Strukturen geschaffen wurden, so Mentrup, "die es uns ermöglichen, auch ohne Bundesmittel die Innenstadt weiter voranzubringen". Hierzu zählte er insbesondere das Quartiersmanagement, durch das die unterschiedlichen Qualitäten der Innenstadtbereiche besser hervorgeheben werden könnten. Zudem habe das Anmietungsmodell zur Belebung von sieben leerstehenden Immobilien geführt, vier davon als nunmehr verstetigte Mietverhältnisse.

Nachdem die Förderung aus dem Bundesprogramm "Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren" (ZIZ), die von 2022 bis 2025 insgesamt rund vier Millionen Euro betragen hatte, ausgelaufen ist, will die Stadt nach Angaben des Rathauschefs künftig ein Budget von 165.000 Euro jährlich für Quartiersmanagement und weitere Maßnahmen in der City bereitstellen. Dies sei wichtig, weil nur dann weitere Fördermittel akquiriert werden könnten, wenn die Komplementärfinanzierung auf sicheren Beinen steht.

Neue Schwerpunkte für City-Initiative

Parallel zu dieser organisatorischen Neuaufstellung will nun auch die City-Initiative Karlsruhe e.V. (CIK) mit rund 500 Mitgliedern aus Einzelhandel, Gastronomie, Hotellerie und Vereinen ihre Schwerpunkte neu ausrichten, sagte deren Geschäftsführer Frank Theurer. So liege der Fokus künftig etwa auf dem Karlsruher Gutschein und dem Arbeitgebergutschein sowie Veranstaltungen wie der "Lounge 76", die auf dem Marktplatz stattfindet. An der engen und partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit der Stadt "wird sich nichts ändern", betonte Theurer. -eck-

Möblierung auf dem Marktplatz

Förderprojekt „City-Transformation“ (2022-2025) - Zahlen, Daten, Fakten

  • Gefördert im Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ (ZIZ) vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) zur Bewältigung der Corona-Folgen
  • Projektaufruf am 22. Juli 2021, Vollantrag zum 28.Februar 2022 gestellt, Zuwendungsbescheid am 21. September 2022 erhalten
  • Projektlaufzeit bis zum 31. August 2025
  • Projektvolumen: rund 4 Mio. Euro
  • Projektziel: Weiterentwicklung und Stärkung innerstädtischer Quartiere mit (ehem.) Fokus auf Einzelhandelsnutzungen / „Innenstadtentwicklung als Gemeinschaftsaufgabe“
  • Projektrückblick, unter anderem:
    • Einrichtung eines Quartiersmanagements je Quartier
    • Durchführung von 31 Quartierskonferenzen
    • Rechtliche Beratungen zum Thema Vereinsgründung -> Gründung von 2 neuen Quartiersvereinen
    • Verfügungsfonds: 102 geförderte Projektideen
    • Quartiersarchitekt: 25 Beratungsfälle, u.a. zu den Themen Um- und Weiternutzung der Erdgeschossflächen     
    • Anmietungsmodell: Belebung von 7 Leerständen -> Verstetigung von 4 Mietverhältnissen
    • Gemeinsames Quartiersmarketing: fortlaufende Marketing-Kommunikation über 4 Quartierskanäle
    • Initiierung von 6 Quartiersimpulsen und Reallaboren: u.a. „Grüner Marktplatz“, Flaniermeile Kaiserstraße, Belebung und Bespielung um die Kleine Kirche
    • Erarbeitung von Konzepten / Gutachten: u.a. Erlebnisraumkonzept Marktplatz, Pilotplanungen im Rahmen des innerstädtischen Entsiegelungskonzepts
    • Maßnahmen im Bereich Innenstadtmarketing, Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungen: u.a. „Karlsruhe trifft sich“ -> Verstetigung als „Lounge 76“ in Zuständigkeit der City Initiative Karlsruhe e.V. mit Unterstützung der Interessengemeinschaft Karlsruhe Marktplatz e.V.
    • Investive Maßnahmen und Sachausgaben: unter anderem mobile Zufahrtschutzelemente, neue Fahrradanlehnbügel, mobile Stühle und Schirme für den Marktplatz, Staudenbeete in der Karlstraße

Dieser Artikel erscheint in der StadtZeitung Nr. 8-10 am 6. März 2026.

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